Das neue Jahr fangt ja gut an… Statt in Ruhe vor der Glotze abhängen zu können, muss Simon sich mit
verschrobenen Aliens herum schlagen. Und als ob das nicht reicht, wird auch noch seine Freundin Alix
entführt! Bewaffnet mit Zauberhut und schrägen Ideen, tritt er eine verrückte Reise quer durch die
Galaxie an...
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Zu Beginn wird der Spieler mittels einer Sequenz mit der Story vertraut gemacht. Feiert man soeben noch den Sylvesterabend, ist die Welt am kommenden Morgen auf den Kopf gestellt und Ausserirdische dringen in die Stadt, in der Simons Zauberlädchen zu finden ist. Gerade noch schafft er es, die Tür vor den Nasen zweier Ausserirdischer zu versperren, sich jedoch bewußt, dass sich die beiden von der Vorhängekette nicht lange aufhalten lassen werden. So schlüpft der Spieler in die Haut Simons, um erst diese und dann die vieler anderer vor der Invasion zu retten.
Gleich zu Beginn merkt man, dass Gegenstände leicht zu finden sind, in dem man mit dem Mauszeiger über den Bildschirm fährt. Der Cursor verändert sich, je nach dem, was man mit den Objekten anstellen kann. So erscheint eine Hand, wenn man etwas einsammeln kann, eine Lupe, um etwas zu untersuchen oder eine Sprechblase, wenn man mit anderen Personen sprechen darf.
Das Inventar ist übrigens eher ausgefallen, denn es ist Simons Zauberhut, in den dieser alles steckt. Recht praktisch, aber dennoch ungewöhnlich. Im späteren Spielverlauf wird er den Hut übrigens zwischenzeitlich verlieren, dann ersetzt eine Kiste vorerst die Funktion des Hutes.
Spätestens nachdem man sich aus dem Zauberladen befreit hat, wird man merken, dass eine gehörige Portion Humor auf den Spieler wartet und sich Simon the Sorcerer: Wer will schon Kontakt? frech in Märchen und Filmen bedient. So wird man Parallelen zu z.B. "Fluch der Karibik", "Rotkäppchen" oder Monty Python-Filmen ziehen können. Ob man nun mit dem bösen Wolf reden muß, ein Killerkaninchen auf die Ausserirdischen hetzt, oder aber einem tuntigen Piraten aus seinem Ausguck helfen muß - für Lacher ist während des Spielens ausreichend gesorgt.
Wie bereits erwähnt, kann man Gegenstände im Inventar oder aber direkt mit in der Umgebung platzierten Objekten kombinieren. Manchmal werden nur zwei Gegenstände miteinander verbunden, es kommt jedoch auch vor, dass sich eine ganze Reihe von Gegenständen zum Endresultat zusammensetzen lassen. Gilt es einmal nur, Münzen in eine Maschine zu stecken, so braucht man z.B. für eine Voodoopuppe mehr als nur eine nackte Puppe und ein Taschentuch, immerhin soll diese ja der zu erweckenden Person ähnlich sehen...
Insgesamt sind es sechs Kapitel, die mit abgedrehten Charakteren und liebevoll gestalteten Umgebungen darauf warten, entdeckt zu werden. Ob man nun mit Rotkäppchen redet, einen Schlammling hinter sich herschleppt oder aber einer dummen Wache einen Schlüssel abluchsen muß, für witzige Dialoge ist gesorgt. Die Story wird so nach und nach gut vorangetrieben und es gibt keine Momente, in denen sich der Spieler langweilt oder vor unlösbaren Aufgaben steht.
Optisch präsentiert sich Simon the Sorcerer: Wer will schon Kontakt? sehr ordentlich. Wer einen schwächeren Rechner hat, kann im Menü diverse Details herunterschrauben, um das Spiel flüssig spielen zu können. Die Umgebungen sind allesamt liebevoll und detailreich gestaltet, Gegenstände sind aufgrund des sich ändernden Cursors gut zu finden. Die Animationen der Charaktere sind ebenfalls passend und wurden gut umgesetzt.
Auch der Sound und die Sprachausgabe sind gelungen. Die deutschen Sprecher machen ihren Job gut und die Hintergrundmusik und die Soundeffekte bringen die nötige Atmosphäre ins Spiel. Spricht man einen Charakter an, werden andere Umgebungsgeräusche leise, so dass man seinen "Gesprächspartner" jederzeit gut verstehen kann. Wer mag, kann sich zudem noch Untertitel einblenden lassen, um auf gar keinen Fall etwas vom Gesagten zu verpassen.
Da manche Orte über mehrere Bildschirme scrollen, ist die "Rennfunktion" eine gute Lösung, um sich schnell von A nach B zu bewegen. Spätestens in dem Abschnitt, in der die Kiste den "Inventar-Hut" ersetzt, wird man die Rennfunktion zu schätzen wissen, da man in dieser Zeit immer nur maximal zwei Gegenstände bei sich tragen darf.
Fazit:
Simon the Sorcerer: Wer will schon Kontakt? macht Spaß und ist ein gutes Adventure geworden. Zwar könnte der Spielumfang einen Tick größer sein, aber auch mit den etwa 12 Stunden (für Adventurekenner, Neulinge werden länger brauchen) ist man recht gut bedient. Die Story ist witzig und in der Welt Simons' auch schon als fast normal zu bezeichnen, da dem Kerlchen ja immer skurrile Dinge widerfahren.
Die Dialoge treiben das Spiel gut voran und die Rätsel reichen von sehr einfach bis komplex, sind aber nie unfair gestaltet. Sollte man einmal den Überblick verlieren, kann man im Menü oder per Tastendruck das Questbuch aufrufen, in dem alle Aufgaben vermerkt werden.
Regelmässig werden vom Spiel automatisch Speicherstände angelegt, was bei einem Absturz (der beim Test nicht auftrat) dafür sorgt, dass nicht viel zu wiederholen ist.
Mir hat Simon the Sorcerer: Wer will schon Kontakt? viel Spaß gemacht und es ist eines der besseren Adventures 2009 - ich spreche daher eine Kaufempfehlung aus!
(Sven Wagener)
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Systemvoraussetzungen: Minimum: Pentium IV mit Windows XP, DirectX 9.0c, DirectX 9 kompatible Grafikkarte 128 MB, RAM 1 GB, 2 GB freier Festplattenspeicher Empfohlen: Pentium IV mit Windows XP oder Vista, DirectX 9.0c oder 10 (für Vista), DirectX 9 kompatible Grafikkarte 256 MB, RAM 2 GB, 2 GB freier Festplattenspeicher |
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