Teufel Concept C

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Obwohl gerade Gamer viel Wert auf hochwertigen Soundgenuß über 5.1- oder 7.1-Anlagen legen, gibt es oft genug den Fall, dass für eine solche opulente Anlage mit ihren fünf oder gar sieben Boxen gar kein Platz in der kleinen Zockerecke vorhanden ist. Das bedeutet aber nicht, dass ihr dann zwingend auf exquisiten Soundgenuß verzichten müsst, denn Teufel bietet mit dem Concept C eine 2.1-Anlage, die sich mehr als sehen lassen kann.

Nicht erst beim Auspacken des Concept C fällt auf, dass es sich hierbei um ein echtes Schwergewicht handelt. Das Paket mit den beiden Satellitenlautsprechern, dem Teufel-Puck, den Kabeln und dem Subwoofer wiegt gut 14kg, mit denen man erst einmal bei einer Anlage dieser Größenordnung nicht rechnet.
Die Komponenten sind gut und sicher im Karton verstaut, alle Kabel und der Puck werden durch zusätzliche Kartonagen geschützt und sind somit auch übersichtlich zu entnehmen. Dieser Übersicht hält auch die Anleitung stand, die dem System beiliegt. Gut erklärt und bebildert ist dort vom Aufbau bis zum Einsatz alles zu finden, so dass auch Techniklaien das System in wenigen Minuten zum Einsatz bringen.

Mit dem Teufel Concept C erhaltet ihr ein System, das zwar in erster Linie zum Anschluß an den PC geeignet ist, jedoch auch mit TV, Blu-Ray-Player, Smartphone oder zum Beispiel der PlayStation Vita wunderbar zusammenarbeitet. Letztere Geräte könnt ihr einfach per Bluetooth mit dem Teufel Concept C verbinden, lästige Kabel fallen hier komplett weg. Das System verfügt über Bluetooth 4.0 und ist somit auf nahezu allen entsprechenden Geräten leicht einzurichten.
Für den Anschluß an den PC soll in erster Linie die USB-Verbindung genutzt werden, da ihr somit die im Teufel Concept C verbaute Soundkarte in Zusammenarbeit mit dem PC nutzen könnt. Bei dieser solltet ihr aber nicht zu viel erwarten, denn sie gehört eher zu den einfacheren. Mainboards der mittleren Preisklasse besitzen in der Regel einen stärkeren onBoard-Chip, daher könnt ihr das Teufel Concept C auch problemlos per Klinkenstecker an den Rechenknecht anschließen.

Beim Thema Anschlüsse kommen wir zum wohl größten Schwachpunkt des Teufel Concept C. Alle Anschlüsse wurden auf der Rückseite des riesigen und schweren Subwoofers verbaut. Dort findet ihr zudem die Anzeige, welche Eingangsart gerade genutzt wird. Selbst der Anschluß für einen Kopfhörer ist auf der Rückseite des Würfels zu finden, was mehr als unpraktisch ist. Schließt ihr das System so an, dass ihr immer den selben Eingang verwendet, stören die Anschlüße auf der Rückseite nicht, möchtet ihr jedoch die Eingangsart überprüfen oder einen Kopfhörer verwenden, müsst ihr zuerst umständlich den Würfel aus seinem ihm zugedachten Platz ziehen und könnt erst danach zum Beispiel den Kopfhörer anschließen. Zumindest die Buchse für den Kopfhöreranschluß wäre an der Front wesentlich besser untergebracht gewesen.
Der nächste Nachteil ist die Schraube, mit der ihr die Stärke und damit auch die Basslastigkeit des Subwoofers einstellt. Auch sie befindet sich auf der Rückseite des Würfels, ein nachträgliches Verstellen ist damit nur sehr umständlich möglich. Steht der Würfel dann auch noch in einer dunklen Ecke, werdet ihr euch über den Blindflug zum Einstellen sicher freuen...

Die Lautstärke des Systems regelt ihr über den sogenannten Puck. Wer die kleine runde Scheibe sieht, weiß sofort, wieso dieses praktische Gerät diesen Namen erhalten hat. Neben der Lautstärke könnt ihr das Gerät durch einen einfachen Druck stummschalten. Mit den beiden nahezu unsichtbaren Knöpfen an der Seite wählt ihr die Eingangsart. Dank der Gummierung auf der Unterseite müsst ihr keine Angst haben, dass ihr den Puck zu leicht unbeabsichtigt vom Tisch schiebt, er liegt dort sehr sicher und rutschfest.

Kommen wir aber zu dem, was bei einem Soundsystem wohl mit am wichtigsten ist, nämlich dem Klang. Hier spielt das Teufel Concept C seine ganze Klasse aus. Der kräftige Bass röhrt aus dem Subwoofer, während die beiden Satellitenboxen mit ihren Mittel- und Hochtönern für kristallklaren Musikgenuß sorgen. Das gilt nicht nur für Musik, sondern auch für zum Beispiel Filme oder Spiele. Am PC könnt ihr über den Lautstärkemixer das System euren ganz speziellen Wünschen anpassen. Leider gilt das nur für den PC, denn die Einstellungen werden dort zwar bei jedem Systemstart übernommen, jedoch nicht auf dem Teufel Concept C an sich gespeichert. Somit könnt ihr solche Einstellungen beispielsweise nicht nutzen, wenn ihr das System ohne eingeschalteten Rechner verwendet, dann müsst ihr euch mit den werksseitigen Klangqualitäten zufriedengeben.

Das ist aber auch gar nicht schlimm, denn in unserem Test gab es auch beim Nutzen anderer Quellen nichts zu meckern. Spielesound von der PS Vita, Filme über den Blu-Ray-Player und auch die Verbindung mit dem Fernseher lieferten mehr als zufriedenstellende Ergebnisse.
Beim Subwoofer solltet ihr jedoch eines bedenken: Das gute Stück bringt es auf einen maximalen Schalldruck von 108 dB/1m. Dabei geht der Downfire-Subwoofer nach unten weg. Nachbarn, die unter euch wohnen, danken es euch bestimmt, wenn ihr das Gerät nicht mit seiner vollen Leistung nutzt, da sie dann nicht durch ihre Wohnung unter euch geschüttelt werden.
Ganz klar ist, dass das Teufel Concept C insbesondere für kleinere Räume gedacht ist. Zwar reicht die Ausgangsleistung aus, auch größere Räume ordentlich zu beschallen, je weiter ihr euch von den Boxen entfernt, umso mehr geht aber vom Klanggenuß an sich verloren. Gerade am PC-Arbeitsplatz, wenn die Boxen in etwa einem Meter Abstand stehen, dürft ihr euch aber über absoluten Hochgenuß für eure Ohren freuen. Hier zeigt das Teufel Concept C, warum es ein paar Euro mehr kostet, als andere 2.1-Systeme.
Nutzt ihr das System gerade nicht, fährt es übrigens nach kurzer Zeit automatisch in den StandBy-Modus herunter, so dass nicht unnütz Strom verschwendet wird.

Fazit:
Im großen und ganzen gibt es am Teufel Concept C nicht viel auszusetzen. Die Satellitenboxen sorgen mit ihren Mittel- und Hochtönern für eine wunderbare Soundqualität, die durch den satten Bass des Subwoofers abgerundet wird. Besonders in kleineren Räumen spielt das System seine Stärken aus, für große Räume solltet ihr dann doch eher auf 5.1-Anlagen wie zum Beispiel das Teufel Concept E 450 Digital zurückgreifen.
Lediglich bei der Unterbringung der Anschlüsse und der Anzeige der Eingangsart hat man bei Teufel geschlafen. Warum diese Dinge allesamt auf der Rückseite des 12kg schweren Subwoofer-Würfels platziert wurden, kann wohl niemand so genau sagen. Selbst der Kopfhöreranschluß wurde auf die Rückseite verlegt, was mehr als umständlich und benutzerunfreundlich ist.
Stört man sich an diesen Kleinigkeiten allerdings nicht, erhält man für knapp 300.- Euro ein Soundsystem, mit dem man rundum glücklich wird. Jeder, der Musikgenuß für kleinere Räume sucht, ist mit dem Teufel Concept C bestens bedient!


Technische Daten:
Die technischen Daten entnehmt bitte der Seite des Herstellers: http://www.teufel.de/pc/concept-c-p15555.html