Space Invaders: Infinity Gene

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Seit dem Erscheinungsjahr 1978 können wir wohl heute von Generationen sprechen, denen Space Invaders ein Begriff sein muss. Eines der Spiele, dass die frühe Entwicklung der Videospiele mitgeprägt hat und heute als Kult-Spiel bezeichnet werden darf. Nun liefert uns Square Enix den Klassiker in neuem Gewand. In Space Invaders: Infinity Gene werden uns 143 Level versprochen.

Zu Beginn habt ihr gleich in alter Retro-Optik das Startmenü vor Augen. Hier könnt ihr zwischen Spiel starten, Online-Bestenlisten, Erfolge, Hilfe+Optionen und Inhalte zum herunterladen wählen.

Nach dem Spielstart geht es gleich in das erste Level,welches wie die anderen Level des ersten Abschnittes, in schwarz-weiß gehalten ist. Wie bereits 1978 bewegt ihr eine Kanone am unteren Bildschirmrand von links nach rechts, um die im oberen Bereich angeordneten Aliens abzuschießen. Hier habt ihr die Möglichkeit, entweder mit einzelnen Schüssen oder per Dauerfeuer zu schießen. So kämpft ihr euch relativ zügig durch den ersten Abschnitt, der aus 6 Leveln besteht.

Doch sehr schnell wird klar, wir reden hier von keinem Spiel mehr aus dem Jahre 1978. Das Spiel entwickelt sich recht schnell weiter. So ist es nicht nur möglich, sich von links nach rechts zu bewegen, sondern auch gleich durchs ganze Bild zu fliegen, was auch dringend nötig wird. Je weiter ihr im Spiel voranschreitet, desto aktueller präsentiert sich der Titel. So ist das Spielkonzept aufgebaut und macht sehr schnell neugierig auf das, was noch kommt.. Im zweiten Abschnitt kommt beispielsweise ein wenig Farbe in Form eines blauen Hintergrundmusters ins Spiel oder im dritten Abschnitt sehen wir bereits einen prächtig roten Hintergrund. Es wird im weiteren Verlauf also bunter und vor allem dreidimensionaler. Es wird auch schnell deutlich anspruchsvoller und tückischer. In jedem Level neue Aufgaben, die es zu bewältigen gilt und auch die Flugwege werden enger.

Auch die Waffenauswahl wird sich im Laufe des Spieles verändern und wird ergänzt. So beginnt ihr mit Schnellfeuer oder Sucher und nach einigen Abschnitten erhaltet ihr beispielsweise noch Waffen wie Welle, Zielsucher oder Anziehung. Am Ende jedes Abschnittes wartet ein “Endboss” auf euch. den es zu besiegen gilt. Hierbei muss man sich für jeden Endboss eine andere Strategie einfallen lassen, da sie sie mit unterschiedlichsten Taktiken angreifen.. So wartet iam Ende des dritten Levels z. B. “The Moon” auf euch.

In Space Invaders Infinity Gene werden die einzelnen Level also deutlich variabler und vor allem deutlich länger und der Schwierigkeitsgrad steigt schnell an. So werden die Flugwege zeitweise enger oder ihr müsst durch Schranken fliegen, bei denen ihr nicht wisst, wann sie sich öffnen. Ganz knifflig wird es, wenn man zusätzlich in kürzester Zeit die Flugrichtung ändern muss, um eine Schranke seitlich zu durchqueren.

Ihr beginnt das Spiel mit drei Leben, ihr könnt aber im Laufe des Spiels weitere hinzubekommen. Das heißt aber nicht, dass ihr nach dem Verlust aller Leben wieder von vorne beginnen müsst, sondern lediglich das anstehende Level muss wiederholt werden. Habt ihr noch Leben über, beginnt ihr mit einem Leben an der Stelle, an der ihr explodiert seid.

Nach jedem erfolgreich abgeschlossenem Level erhaltet ihr Punkte für Combos, Nagoyas Attacke und die allgemein erspielten Punkte. Einen Hinweis auf einen eventuellen neuen Rekord bekommt ihr auch angezeigt. Während des Spielens sehr ihr oben links immer euren aktuellen Rang aus der Bestenliste und oben rechts euren aktuellen Punktestand.

Sehr gut umgesetzt ist auch die Idee, weitere Boni freizuspielen. So erhaltet ihr Bonuslevel und neue Musikstücke.
Apropos Musikstücke: Musikalisch hinterlegt ist das Game mit elektroartigen Beats. Schon recht primitiv, hebt aber das Retro-Feeling wieder in den Vordergrund, und ist für eine Weile gut hörbar. Meiner Meinung nach passt es grundsätzlich gut zum Spiel und man kann ja die recht ähnlichen Songs auch wechseln. Sitzt man anfangs noch beschwingt und im Takt mitwippend vor dem Spiel, entpuppt sich die Hintergrundmusik nach einigen Spielstunden als recht nervend und monoton.

Auch die Bonuslevel sind eine schöne Abwechslung, wobei diese zu Anfang auch recht kurz und einfach sind. Trotzdem ein toller Zusatz den man gerne mitnimmt. Es ist auch möglich, über den Musik-Modus Level erstellen zu lassen, die an die ausgewählte Musik angepasst werden. Mehr möchte ich dazu nicht verraten.

Grafisch ist Space Invaders Infinity Gene grundsätzlich sauber dargestellt. Doch es fällt negativ auf, dass das Game etwas zu hektisch ist. Es ist auf dem Bildschirm sehr viel los und die grafischen Effekte lenken teilweise vom eigentlichen Spielgeschehen ab. Hinzu kommen noch die andauernden eintönigen Elektro-Beats und man braucht nach ein bis zwei Spielstunden erstmal eine Pause, um wieder “runterzukommen”.

Bei Space Invaders Infinity Gene gibt es 12 Erfolge zu erreichen und es kostet euch 800 MS-Points. Man muss sich allerdings anstrengen, um alle Erfolge zu erreichen..

Fazit:
Space Invaders Infinity Gene macht kurzzeitig richtig Spaß und durch die Entwicklung innerhalb des Spieles ist der Anreiz groß, die nächsten Level zu meistern. Aus meiner Sicht definitiv kein Spiel, dass man sich über einen längeren Zeitraum zur Brust nimmt. Nach einer Weile ist man nur geflasht und völlig verwirrt von den ganzen hektischen Eindrücken, die man in sich aufsaugt. Zuviel Gewusel für Augen und Ohren, das mit der Zeit einfach nur noch anstrengend ist und früher oder später nervt. Für 1-2 Stunden zwischendurch kann ich Space Invaders Infinity Gene allerdings empfehlen. Ein Kult-Retro-Klassiker, der im neuen Look sehr gut umgesetzt ist. Um eigene Eindrücke zu gewinnen, könnt ihr euch auch erstmal eine Test-Version auf XBLA herunterladen.
Tester: Marcus von Reth

  • Releasedatum: Mittwoch, 15 September 2010
  • Genre: Keine Angabe
  • Altersfreigabe: USK: 6
  • Plattform(en): Xbox 360
  • Sprache(n): Deutsch
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