Stuntman Ignition

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Dachten Sie schon des öfteren, dass es doch cool wäre, ein Stuntman zu sein? Oder sind Sie einfach nur ein Fan von halsbrecherischen Stunts? Dann sollten Sie einen Blick auf dieses Spiel von THQ werfen und natürlich dieses Review lesen.

Für die PS2 und die Xbox360 ist es bereits erschienen, in Kürze erscheint es auch für die PS3 und durch THQ Wireless hat es sogar den Weg auf's Handy gefunden, man sieht also, ein Stuntman fühlt sich auf allen Plattformen heimich. Dieses Review befasst sich mit den beiden erstgenannten Versionen und beleuchtet sie einmal näher.

Sie sind der neueste Stuntman in Hollywood und müssen es bis ganz an die Spitze schaffen. Dies bewerkstelligen Sie durch tollkühne Manöver in perfekter Ausführung, schließlich wollen Sie gut bezahlte Jobs in Kassenschlagern und Werbespots. Doch aller Anfang ist schwer, denn wenn Sie den Regisseur nicht von sich überzeugen, wird aus der Karriere als gefeierter Stuntman nichts.

Wie läuft das Ganze denn nun ab? Im Karriere-Modus starten Sie als blutiger Rookie und absolvieren einen Filmdreh nach dem anderen. Dabei erhalten Sie vor jeder Szene ein kurzes Briefing, in dem die geforderten Stunts beschrieben werden, weiterhin erhalten Sie Informationen über die weiteren Vorgaben, also z.B. das gestellte Fahrzeug. Dann geht der Dreh auch schon los und schnell erkennen Sie, wie die Welt eines Stuntmans aussieht.

Die gestellten Aufgaben sind in erster Linie sehr fordernd, alles muss schnell, im richtigen Tempo und mit der richtigen Platzierung des Fahrzeugs erledigt werden., beispielsweise müssen Sie mit Ihrem Gefährt einen Lavastrom überwinden oder eine rasante Verfolgungsjagd durch ein felsiges Gebirge bewältigen. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei durchaus ernst zu nehmen, nicht immer gelingt eine Szene direkt beim ersten Mal und gerade in späteren Produktionen werden Sie sicherlich des öfteren scheitern.

Hier sollten Sie keinesfalls die Flinte ins Korn werfen, sondern sich die Stunts gut einprägen und gemachte Fehler auf diese Weise ausmerzen. So wird solch ein Dreh zwar recht langwierig, aber wenn er erst im Kasten ist, haben Sie eine gute Chance, auf der Karriereleiter ein Stück nach oben zu klettern. Chance deswegen, weil der positive Abschluss des Drehs von einigen Faktoren abhängt. So dürfen Sie nur eine bestimmte Anzahl von Fehlern machen, welche natürlich im Spielverlauf immer geringer ausfällt und eine bestimmte Punktzahl müssen Sie ebenfalls erreichen.

Der Aspekt, wie erfolgreich Sie bei den Stunts abschneiden, spielt jedoch nicht nur eine Rolle bei der erfolgreichen Absolvierung der Karriere, Sie erhalten auch Boni für besonders gute Leistungen. Diese Boni können Sie dann für eigene Kurse verwenden, die Sie sich im Streckeneditor zusammen basteln. Es ist also beinahe Pflicht, die Stuntkurse im Karrieremodus auswendig zu lernen, denn ohne Erfolge dort, gibt es auch kein Material für den Baukasten und eigene Strecken rücken somit in weite Ferne.

Die richtige Kulisse für diese Stunts bieten sechs unterschiedliche Filmsets und es stehen mehr als 25 Fahrzeuge zur Verfügung. Nach Drehschluss dürfen Sie sich den fertigen Film dann sogar ansehen, allerdings erwarten Sie hier leider nur Trailer, die in der Regel noch nicht einmal Ihre eigenen Fahrmanöver zeigen. Hier hätte sich eine bessere Lösung finden lassen, wollen Sie doch nach all den Mühen auch Ihre Erfolge Revue passieren lassen.

Neben den Möglichkeiten des Einzelspieler-Modus spielt natürlich auch der Mehrspieler-Modus eine große Rolle. Auf der PS2 haben Sie die Möglichkeit, sich mit einem anderen Spieler an einem Bildschirm zu messen, auf einen Online-Modus müssen Sie hier verzichten. Entweder starten Sie einen Kulissenkampf oder ein Kulissenrennen, bei dem entweder Punkte oder Zeit eine Rolle spielen. Weiterhin gibt es das Stunt-Turnier, in dem verschiedene Aufträge absolviert werden müssen.

Die gleichen Multiplayer-Modi stehen natürlich auch auf der Xbox360 zur Verfügung, allerdings mit dem Unterschied, dass Sie hier auch online spielen können. Das bedeutet natürlich, dass Sie sich mit weitaus mehr Gegnern messen können, bis zu sieben weitere Spieler können sich hier in den Kulissenkämpfen und -rennen brachial an die Karosserie gehen und sich in den Stunt-Turnieren beharken. Hier herrscht also der großere Konkurrenzkampf und sicherlich auch der größere Spielspaß.

Grafisch unterscheiden sich die beiden Versionen natürlich stark, was angesichts der einfach besseren Leistung einer Xbox360 kein Wunder ist. Die große Objekt- und Effektezahl führt dazu, dass PS2-Spieler starke Abstriche in Kauf nehmen müssen und nicht unbedingt in den Genuss der kompletten Action kommen bzw. alle Effekte bewundern dürfen. Trotzdem läuft „Stuntman Ignition“ auch auf der PS2 flüssig ab, eine gewisse Detailarmut in den einzelnen Sets ist bei beiden Systemen zu beklagen. Bei der PS2-Fassung ist noch zu sagen, dass die Texturenqualität manchmal ganz schön in den Keller geht, weswegen gerade Explosionen nicht mit denen der Xbox360 mithalten können.

Was Steuerung und Sound betrifft, können beide Systeme überzeugen. Sowohl auf der PS2 als auch auf der Xbox360 hat man dank der präzisen Steuerung keine Probleme, die gestellten Aufgaben zu bewältigen, ein Misserfolg kann demnach nicht darauf zurück geführt werden, dass das Fahrzeug nicht so reagiert hat, wie man wollte. Zudem ist die Steuerung recht eingängig und leicht zu erlernen, also auch hier kein Hinderungsgrund, gute Stunts fehlerfrei durchzuführen.
Die Soundkulisse ist absolut passend und fördert das Actionfeeling ungemein, wenn Ihnen die Klamotten um die Ohren fliegen oder Sie mit quietschenden Reifen durch's Gelände jagen.


Fazit / Kommentar

 
„Stuntman Ignition“ ist fordernd vom Anfang bis zum Ende und bietet gesunde Action-Kost mit einem durchaus vertretbaren Schwierigkeitsgrad. Karrieremodus, Streckeneditor und Multiplayer bieten ausreichend Spielspaß, wobei bei letztgenanntem natürlich die Xbox360-Fassung vorzuziehen ist, da online einfach viel mehr Mitspieler zur Verfügung stehen. Die Grafik ist ebenfalls ein Pluspunkt dieser Version.
Wer sich nicht davon abschrecken lässt, manche Szenen bis zum Umfallen zu wiederholen, sollte getrost zugreifen
  • Releasedatum: Freitag, 31 August 2007
  • Genre: Rennspiel
  • Altersfreigabe: USK: 16
  • Plattform(en): Xbox 360
  • Sprache(n): Deutsch