The Elder Scrolls V: Skyrim

Rate this item
(0 votes)

Ihr erwacht als Fahrgast einer offenen Pferdekutsche. Einer eurer Mitreisenden spricht euch plötzlich an und zwingt euch ein Gespräch auf. Noch schlaftrunken und nicht so ganz wahrnehmend, was das Kerlchen da von euch will, schaut ihr euch um. Ihr bemerkt, dass die Laberbacke gefesselt ist und auch die anderen Mitreisenden nicht viel Freiheit besitzen. In dem Moment wird euch klar, dass auch ihr gefesselt seid und ihr hört den Worten der anderen Gefangenen aufmerksamer zu. Nicht sehr gut, was diese erzählen, denn ihr erfahrt recht schnell, dass ihr von Truppen der Kaiserlichen gefangen genommen wurdet und auf dem Weg zu eurer Hinrichtung seid.
Im kleinen Städtchen Helgen angekommen, wartet dort auch schon der Scharfrichter darauf, einige Köpfe rollen zu lassen. Ihr drängelt euch nicht vor, daher wird einer der Mitgefangenen noch vor euch von allen weltlichen Sorgen befreit...

Kaiserliche sind ordnungsliebend, daher werdet ihr erst einmal nach eurem Namen gefragt. Nett, denn immerhin wissen sie dann, wen sie hingerichtet haben. Mit dieser Sequenz startet die Charakterauswahl. Wie aus den Vorgängern der Elder Scrolls-Serie gewohnt, könnt ihr auch in The Elder Scrolls V: Skyrim wieder aus einer Vielzahl von Rassen auswählen, die alle gewisse Grundeigenschaften besitzen. Spielt ihr lieber einen Rothwardonen, der sich gut als Kämpfer eignet? Oder doch lieber einen Dunkelelf, denn ihr möchtet gerne Zauberer sein? Oder lieber eine der anderen Rassen, die sich dann besser als Dieb oder Fernkämpfer eignen, der dann mit seinem Bogen auf die Feinde losgehen wird? Hier habt ihr auf jeden Fall die Qual der Wahl, allerdings kann jede Rasse alles lernen, einige eignen sich halt nur besser als andere, da sie einfach die höheren Grundboni besitzen.

Ihr legt euer Geschlecht fest, passt das Aussehen an und gebt nun endgültig eurem Charakter seinen Namen. Gleich nach dieser Aktion werdet ihr zum Scharfrichter geführt, kniet nieder, legt euren Kopf bereit, damit dieser abgehackt werden kann und The Elder Scrolls V: Skyrim ist zu Ende... wenn da nicht in letzter Sekunde ein Drache auftauchen würde, der euch unbewusst euer Leben rettet. Ob dies in seinem Sinne war, da ihr in den kommenden Spielstunden zu seinem größten Feind werdet, bleibt dahingestellt.
Und ob The Elder Scrolls V: Skyrim dazu anregt, es weiterzuspielen oder ob es besser gewesen wäre, dass das Spiel nach wenigen Minuten mit eurer Hinrichtung endet - das könnt ihr hier nachlesen, wenn ihr es denn noch nicht wisst...

Ihr lebt also, zumindest noch. Denn wenn euch nun nicht schnell etwas einfällt und ihr Deckung sucht, wird euch vermutlich der Drache grillen, der euch eben noch unbewusst vor dem Hackebeilchen gerettet hat. Ihr versteckt euch in einem Turm und macht, was euch ein anderer NPC sagt. Da ihr immer noch gefesselt seid, ist es nicht gerade einfach, sich zu verteidigen. Zudem habt ihr weder Waffen noch großartige Ausrüstung. Und da ihr den Drachen nicht einfach darum bitten könnt, tot vom Himmel zu fallen, müßt ihr einige der aufgezählten Umstände dringend ändern.
In diesen ersten Spielminuten erfahrt ihr in einem Minitutorial, wie ihr springt, mit anderen Charakteren interagiert, euch ausrüstet usw. So schafft ihr es letzendlich, aus der Stadt Helgen zu entkommen und habt nun die Wahl, euch entweder eurem Retter anzuschliessen, der euch in ein Dorf bringen will, oder aber die Welt von Skyrim ab sofort selbst zu entdecken.

Entschließt ihr euch dafür, eurem Retter zu folgen, kommt ihr nach kurzem Fußmarsch im kleinen Dörfchen Flußwald an. Eine Schmiede, eine Mühle, ein Handelskontor, ein Gasthaus und einige Hütten, mehr bietet das Dörfchen nicht. Aber auch bei den wenigen Einwohnern merkt ihr schnell, was euch in der weiteren Welt von The Elder Scrolls V: Skyrim erwarten wird. Nämlich jede Menge Aufgaben, die gelöst werden wollen, jedoch nicht zwingend gelöst werden müssen. Zwar bietet der neue Ableger der Serie auch eine Hauptstory, dieser müsst ihr aber nicht stur folgen. Zudem ist diese Hauptstory auch eher ein wenig träge, daher kann ich nur empfehlen, sie durch die Vielzahl der anderen Aufgaben interessanter zu gestalten.

Während eurer Reise durch die Welt und dadurch, dass ihr das ein oder andere Monster erlegen oder Quest lösen werdet, gewinnt ihr an Erfahrung und steigt ab und an eine Stufe auf. Natürlich ist dies nicht unwichtig, denn wer eine Stufe steigt, darf lernen. Zum einen dürft ihr euch erst einmal bei jedem Stufenaufstieg entscheiden, ob ihr mehr Punkte in Magicka, Gesundheit oder Ausdauer bekommen möchtet. Habt ihr dies gewählt, findet ihr euch in einer Art Sternenkarte wieder. Die einzelnen Sternbilder stehen hierbei für spezielle Fertigkeitskategorien, wie z.B. "Schwere Rüstung", "Einhandwaffen", "Zerstörungszauber", "Schlösser knacken" usw. In den einzelnen Sternbildern findet ihr dann Unterpunkte, in die ihr nach und nach Punkte investieren dürft. Hierdurch verbessert ihr euch in dem entsprechenden Gebiet und lernt neue Dinge, könnt z.B. bessere Rüstungen tragen oder eure Zaubersprüche richten mehr Schaden an.
Ganz wichtig ist, dass ihr euch frühzeitig für einige wenige der Sternbilder entscheidet, in die ihr dann im Laufe des Spiels eure Punkte investieren wollt. Ihr könnt zwar Hybriden erstellen und auch gut spielen, wenn ihr jedoch in zu viele Sternbilder Punkte steckt, könnt ihr nichts richtig und schon gar nichts ausreichend, dass es euch wirklich hilfreich wäre.

Daher ist es sinnvoll, sich einige Bereiche auszusuchen, in denen ihr euch spezialisiert. Es ist trotzdem problemlos möglich, z.B. einen Kampfmagier zu spielen, oder aber euch eine Art Paladin zu erstellen, der zwar gut mit Schild und Schwert kämpfen kann, aber auch Heilzauber auf Lager hat, die mehr Wirkung zeigen, als ein Pflaster auf einer Schußwunde am Kopf...
Wie schon angemerkt, starten die verschiedenen Rassen hier mit anderen Grundwerten. Die eine Rasse hat hier beispielsweise mehr Punkte in Schleichen oder in Alchemie, eine andere dafür mehr in den Zerstörungszaubern oder in einer Waffenkategorie. Bei diesen hat man sich übrigens in The Elder Scrolls V: Skyrim darauf beschränkt, die Hauptkategorien in Einhand- oder Zweihandwaffen aufzusplitten und nicht wieder in stumpfe Waffen etc. wie im Vorgänger. Allerdings kann man z.B. in der Hauptkategorie der Einhandwaffen noch gezielt Schwerter, Streitkolben etc. aufbessern. In jeder Hauptkategorie gibt es im Schnitt drei Unterkategorien, die man "trainieren" kann.

Punkte in den einzelnen Kategorien sammelt ihr aber nicht nur, indem ihr diese nach einem Stufenaufstieg aufwertet, sondern quasi in der gesamten Spielzeit. Ihr stoßt mit eurem Schwert zu? Schon steigt eure Schwertfertigkeit ein wenig. Ihr stellt einen Trank her? Schwups, ihr habt ein wenig in Alchemie gelernt. Ihr knackt ein Schloß? Und ab mit ein wenig Lernpotential in die Schlösserknackenfertigkeit. Wie ihr in den einzelnen Sternbildern recht schnell bemerken werdet, verlangen die einzelnen Unterpunkte eine gewisse Punktzahl, die ihr erreicht haben müsst, bevor ihr diese erlernen könnt. Schießt ihr also immer nur mit eurem Bogen, werdet ihr nicht plötzlich in Zweihandwaffen eine höhere Unterkategorie erlernen können. Hier gilt also das aus der Elder Scrolls-Serie bekannte "learning by doing"-Prinzip. Setzt ihr einen Zerstörungszauber ein, verbessert ihr euch in dieser Kategorie, heilt ihr, werdet ihr bei den Wiederherstellungszaubern Punktzugewinn verzeichnen können.

Natürlich bekommt ihr auch für andere Dinge Erfahrungspunkte, nicht nur durch den Kampf. Zum einen könnt ihr die unzähligen Bücher lesen, die ihr in der Welt von Skyrim (oder in der deutschen Version: Himmelsrand) finden werdet. Hier gibt es Bücher, die man einfach nur lesen kann, da sie nette Geschichten enthalten, die über die Welt informieren, es gibt aber auch Bücher, aus denen man lernt. Schlägt man sie auf, bekommt man direkt in einer Fertigkeit einen Punkt hinzu. Natürlich kann und sollte man diese Bücher dann auch lesen, denn so weiß man, wieso man diesen Punkt nun bekommen hat. Mal steht etwas über Pflanzen dort, die man in der Welt finden kann, somit einen Alchemiepunkt erhält, mal etwas über spezielle Waffenfertigkeiten usw. Es gibt aber auch noch Bücher, die Quests starten...

Wo wir gerade bei Quests sind: Wie findet man diese in The Elder Scrolls V: Skyrim? Richtig, man geht zu den Bewohnern der Städte, die ein Ausrufezeichen über dem Kopf haben, spricht sie an, klickt das Dialogfenster zu und rennt los.
Ähm, nein, das war in anderen Spielen so, in The Elder Scrolls V: Skyrim kommt man auf diese Art und Weise nicht weit. Sprich, sucht man Questgeber, die durch ein Ausrufezeichen oder sonstiges gekennzeichnet sind, scheitert man direkt nachdem der Drache den Tod des Charakters verhindert hat, denn man wird keinen Questgeber finden. In Skyrim bekommt man nämlich nichts geschenkt. Wer also zu der Kategorie Spieler gehört, die eher unselbstständig sind und an die Hand genommen werden wollen, um durch ein Spiel zu kommen, der sollte um The Elder Scrolls V: Skyrim einen sehr großen Bogen machen. Skyrim richtet sich an all die Spieler, die entdecken wollen, die nichts auf dem Silbertablett gereicht bekommen möchten und die nicht zu denen gehören, denen ein Spiel bzw. dessen Entwickler immer Zucker in den Allerwertesten blasen müssen!

Sprich: Wer lieber schnell und stur durch ein Spiel rennen möchte, wird mit The Elder Scrolls V: Skyrim nicht lange seine Freude haben. Natürlich kann man sich nur an die Hauptstory halten oder selbst diesen Titel in einem Speedrun in wenigen Stunden durchspielen, aber der Sinn des Spiels geht dabei dann absolut verloren. The Elder Scrolls V: Skyrim bietet dem Spieler dafür genau das, was zu viele andere Spiele heutzutage vermissen lassen: Freiheit. Es ist nicht schlimm, wenn man keine Lust hat, die Hauptstory weiterzuspielen, denn Skyrim zwingt den Spieler nicht dazu. Dann spricht man halt mit anderen NPCs, die einem ab und an Aufgaben geben. Oder aber man entdeckt einfach die riesige Spielwelt, geht Erze fördern, um zu schmieden, sammelt Kräuter, reitet einfach durch die Gegend, geht in einen der unzähligen Dungeons, um ihn zu erkunden und und und.

Hält man sich stur an die Hauptstory, wird man The Elder Scrolls V: Skyrim in etwa 30 Stunden durchspielen. Läßt man sich aber in die Welt von Skyrim ziehen, erkundet wirklich jeden Winkel der Welt und erfüllt jede noch so schwer zu findende Quest, kann man hunderte Stunden mit dem Titel verbringen und wird trotzdem immer noch etwas neues sehen, finden oder entdecken. Häuser wollen gekauft und eingerichtet werden, selbst einen kleinen Laden darf man eröffnen. Auch einer Hochzeit steht im Spiel nichts im Wege.
Viele der Quests sind schnell zu absolvieren, da man nur einen Botengang erledigen soll, oder aber eine kleine Verbrecherbande ins Nirvana schicken darf. Andere Questreihen sind dafür jedoch so komplex, dass sie umfangreicher sind, als andere komplette Spiele. Wichtig bei all den Aufgaben ist es, den Questgebern oder Gesprächspartnern im Spiel sehr aufmerksam zuzuhören. Denn das Questjournal ist leider eines der Mankos, die man in The Elder Scrolls V: Skyrim finden wird. Dort steht zwar kurz und knapp, was nun zu machen ist, mehr aber auch nicht. Ok, man kann sich noch in etwa das Ziel auf der Karte anzeigen lassen, das war es dann aber auch schon.

Da Questgeber jedoch manchmal hilfreiche Tipps geben, sollte man deren Worten aufmerksam lauschen. Wie gesagt, gibt es auch einige Bücher, die Quests starten. Auch hier sollte man die Texte aufmerksam durchlesen, will man keine eventuell wichtige Hintergrundinformation verpassen. Bücher kann man übrigens entweder verkaufen, oder aber, sobald man ein eingerichtetes Haus sein eigen nennt, in einem der Bücherregale aufbewahren. Sobald man ein Haus hat, wird einen so oder so der Sammeltrieb packen, denn schließlich wollen Kisten, Schränke und Regale ja gefüllt werden... Häuser bekommt man natürlich nicht geschenkt, sondern muß sie gegen reichlich Gold erwerben. Auch die Einrichtung ist nicht umsonst, diese kann man sich nach und nach hinzukaufen, halt so, wie es der eigene Kontostand zulässt, bzw. im Fall von Skyrim: Was das Gold im Säckel erlaubt.

Um noch einmal auf die Quests zurückzukommen. Hier gibt es manche Questreihen, die den Spieler vor wichtige Entscheidungen stellen. Hilft man der einen Fraktion, oder lieber der anderen? Stellt man sich auf die eine Seite, wird die andere nicht mehr gut auf den Spieler zu sprechen sein. Diese Questreihen sorgen aber dafür, dass man Skyrim mindestens zweimal durchspielen kann, wenn man wirklich alles sehen will.

Auch bereits erwähnt habe ich, dass man schmieden kann, ein Alchemiesystem vorhanden ist etc. Neben diesen beiden Dingen kann man auch noch kochen und Gegenstände ent- und verzaubern. Das Schmieden besteht zudem aus mehreren "Unterarbeiten". Zum einen sammelt man nach und nach einiges an Leder an, welches gegerbt wird. Erze fördert man aus Vorkommen, diese müssen jedoch an einer Schmelze zu Barren verarbeitet werden, bevor man sie weiterverarbeiten kann. Schmelzen findet man übrigens in vielen Städten hinter der Schmiede. Weiterhin ist es möglich, Waffen und Rüstungen zu verbessern. Dies hängt dann wieder von der eigenen Fertigkeit ab, wie gut ein Gegenstand werden kann. Fürs Kochen sammelt man ebenfalls im Laufe seines Skyrim-Lebens Zutaten, die man dann zu kompletten Mahlzeiten zubereiten kann. Diese widerum bieten meist bestimmte Boni, z.B. schnellere Regeneration usw.

Durch die Alchemie braut man Tränke, die immer nützlich sein können. Aber gerade in diesem Beruf gilt wieder das, was für die restliche Welt von The Elder Scrolls V: Skyrim gilt. Man muß entdecken, um etwas zu bekommen. Zu Beginn hat man nämlich gerade mal ein Rezept, mit dem man einen kleinen Heiltrank herstellen kann. Andere Rezepte bekommt man fast nur, indem man testet. Nimmt man nun eine Bergblume und etwas Knochenstaub? Nimmt man vielleicht doch eher eine Kartoffel und Trollspeichel? Ich werde hier keine Rezepte verraten, ebenso wenig wie Storyelemente, denn diese sollte jeder selbst heraus finden. Wie gesagt, The Elder Scrolls V: Skyrim ist kein Spiel, welches man "mal eben durchspielt", man muß sich auf die Welt einlassen und in diese abtauchen!

Aber auch diese Welt hat Nachteile, denn es ist nicht alles Gold, was glänzt. Zum einen fällt einem recht schnell auf, dass herumlaufende NPCs oft die gleichen Dialoge von sich geben, auch dann, wenn diese nach einer Zeit nicht mehr passen. Auch sind die Eigentumsrechte nicht immer ganz klar. Oft steht bei Gegenständen, dass man sie nur bekommt, wenn man sie stiehlt. Steht jedoch ein Bauer auf dem Feld und ich sammel seinen Weizen ein oder den Kohl, den er gerade bearbeitet, stört ihn dies nicht. Ein echter Bauer würde mich mit seiner Heugabel zum Teufel jagen, wenn ich seine Ernte klaue!
Die Spielwelt als solche ist riesig, jedoch an manchen Ecken ein wenig trist. Natürlich lauern hier und da Wölfe und Bären auf den Spieler, die man erlegen kann, ab und an sieht man auch einen Hasen durch die Gegend höppeln oder Schmetterlinge und Bienen an Blumen rumtanzen, aber im Großen und Ganzen hätte man hier etwas mehr an "Kleintieren" ins Spiel bringen können, die der Welt mehr Lebendigkeit eingehaucht hätten. Die Landschaft jedoch ist wunderschön, auch wenn einige Texturen eher matschig sind, was aber im gesamten nicht wirklich auffällt. Wetter-, Tag- und Nachtwechsel sind natürlich vorhanden und sorgen für nötige Atmosphäre.

Auf der Karte werden Questziele zwar angezeigt, man kann jedoch nur per Schnellreisefunktion an Orte reisen, die man bereits entdeckt hat. Ansonsten bleibt dem Spieler nichts anderes übrig, als die Welt von Himmelsrand zu Fuß, per Pferd oder Kutsche zu erkunden. Will man jeden noch so kleinen Winkel erkunden, wird aber das Schuhwerk einiges zu tun bekommen. Die vielen Höhlen ähneln sich zwar in einzelnen Elementen, allerdings hat man hier immer wieder mal liebevolle Details eingebaut. Mal ein reich gedeckter Tisch, mal ein Skelett auf einem Bett, welches noch zur Metflasche greift. In Skyrim gibt es wirklich kaum Eckchen, in denen es nichts zu entdecken gibt.

Besiegte Gegner lassen natürlich Beute fallen, aber auch Schatzkisten und Fässer etc. wollen geplündert werden. Dass man hier immer wieder mal auf nette Dinge stößt, dürfte klar sein. Das Kampfsystem, um auch darauf noch kurz einzugehen, ist zwar auf den ersten Blick simpel (linke Schultertaste für linke Hand, rechte Taste, rechte Hand), aber wer hier wild rumklickt, wird nicht selten Staub schlucken. Wenn nämlich die Ausdauer aufgebraucht ist, wird man ziemlich leicht zum Opfer des Gegners oder der Gegnergruppe, mit der man es gerade zu tun hat. Oft kann man Gegner auch auf anderem Weg ausschalten. Steht z.B. eine Horde Skelette in einer Öllache, bewirkt ein Feuerzauber manchmal Wunder...

Die Steuerung ist somit schon nahezu beschrieben, die Grafik habe ich auch bereits angesprochen. Skyrim präsentiert sich nordisch kalt, viel Schnee, herbstliche Umgebung, raue Natur. Aber trotzdem immer wieder schön anzusehen, da an allen Ecken und Enden durch liebevolle Details aufgebohrt. Wer "Dark Age of Camelot" gespielt hat und dort in Midgard seine Heimat gefunden hatte, der wird sich in Skyrim sehr wohl fühlen!
Die Hintergrundmusik ist einfach genial und sorgt dafür, dass man noch ein Stückchen mehr in die Welt des Spiels gezogen wird. Die deutsche Synchronisation ist gelungen, leider jedoch hat man hier weniger unterschiedliche Sprecher, wie im englischen Original. Es kann also vorkommen, dass einem die Stimme eines NPCs an einen anderen erinnert...
Der eigene Held spricht leider nicht - oder aber zum Glück, denn wer weiß, ob man sich dann noch mit ihm identifizieren könnte.

Fazit:
Ich habe sicher das ein oder andere im Review vergessen zu erwähnen. The Elder Scrolls V: Skyrim bietet jedoch einfach zu viel, um alles aufzuzählen, zumindest dann, wenn man nichts oder nicht viel von Story etc. verraten will. Wer sich auf das Spiel einlässt, wird hunderte Stunden in dem Titel verbringen können. Zudem hat es Skyrim geschafft, dass meine Freundesliste auf der Xbox fast ausschließlich das gleiche Spiel spielt. Es heißt schon etwas, wenn von 25 Leuten, die gleichzeitig online sind, 20 Skyrim spielen...
Natürlich hat auch The Elder Scrolls V: Skyrim Bugs. Allerdings kann man diese dem Spiel verzeihen, da der Titel an sich absolut überzeugen kann. Da macht mir auch eine matschige Textur nichts aus oder aber der Umstand, dass Gefährten, die man anheuern kann, eher dümmlich sind. Das Spiel an sich ist jedoch so komplex und umfangreich, dass man den ein oder anderen Fehler eher liebevoll akzeptiert. Vielleicht muß es ja sogar so sein, denn wenn alles perfekt ist, wird es schnell langweilig.
Daher möchte ich The Elder Scrolls V: Skyrim jedem empfehlen, der ein wirklich gutes Rollenspiel sucht, gerne entdeckt und nicht gern durch schlauchartige Level rennt. Spieler, die an der Hand genommen werden müssen, weil sie zu faul sind, selbst etwas zu entdecken, werden hier keine Freude haben. Alle anderen werden jedoch den kommenden Winter in der Welt von Skyrim verbringen!

  • Releasedatum: Freitag, 11 November 2011
  • Genre: Rollenspiel
  • Altersfreigabe: USK: 16
  • Plattform(en): Xbox 360, PC, PS3
  • Sprache(n): Deutsch
More in this category: « Stuntman Ignition The Gunstringer »