Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit

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Das erste Spiel der Pokémon Mystery Dungeon-Serie lässt euch in die Rolle in eins von fünf beliebten Pokémon schlüpfen, um eine wichtige Mission zu erfüllen. Die Welt der Pokémon wird von einer unbekannten Bedrohung heimgesucht, durch die alles zerstört werden kann. Ihr werdet sozusagen aus der Welt der Menschen in diese Welt hineingezogen und müsst nun versuchen, die dunkle Bedrohung aufzuhalten und zu vernichten. Und ganz nebenbei will auch noch das Pokémon-Paradies aufgebaut werden.

Am Anfang von Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit habt ihr die Wahl, in welches der fünf Pokémon ihr schlüpfen wollt, zur Auswahl stehen hier Pikachu, Serpifeu, Floink, Ottaro und Milza. Sobald ihr euch für eines der Pokémon entschieden habt, könnt ihr ihm noch einen eigenen Spitznamen geben, ein weiteres aus der Truppe wird auf euren weiteren Wegen in der Pokémon-Welt euer ständiger Begleiter sein, auch hier könnt ihr aus den verbliebenen Pokémon frei wählen. Doch keine Sorge, ihr seid keinesfalls nur zu zweit unterwegs, im späteren Spielverlauf können sich noch bis zu zwei andere Pokémon zu eurer Heldentruppe gesellen. Das Abenteuer beginnt dann in Raststadt, einem kleinen Dörfchen, welches direkt neben eurem zukünftigen Paradies liegt und viele hilfreiche Einrichtungen bietet, die ihr nach und nach in Anspruch nehmen könnt.

Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit bietet euch vielzählige Möglichkeiten. Ihr könnt stur der Story folgen und die Welt vor dem Untergang retten oder ihr legt mehr Wert darauf, euer Paradies auf- und auszubauen und dies durch verschiedene Jobs zu finanzieren. Denn ohne Poké, der Währung im Spiel, läuft gar nichts. Neben Poké könnt ihr in den verschiedenen Dungeons noch viele weitere Items finden, wie etwa hilfreiche Beeren und Samen, Goldbarren und Schatzkisten, letztere werden von besiegten Pokémon fallen gelassen. Eines der wichtigsten Items ist der Belebersamen, der nur sehr selten vorkommt. Sinken die KP von euch oder eurem Gefährten nämlich auf 0, gilt die Dungeonerkundung als gescheitert und ihr müsst ihn von vorne erkunden. Habt ihr allerdings einen Belebersamen dabei, werdet ihr wiederbelebt und könnt eure Erkundung fortsetzen.


Und hier kommt eines der tragenden Features ins Spiel: Über StreetPass könnt ihr nämlich Belebersamen erhalten und natürlich auch verschicken. Dazu müsst ihr diese einfach in den Briefkasten in eurem Paradies stecken und könnt so anderen Spielern aus mißlichen Lagen helfen. Für die Jobs steht euch im Paradies ein Infobrett zur Verfügung, auf dem ihr alle verfügbaren Aufgaben nebst Schwierigkeit und Belohnung sehen könnt. Neben Poké erhaltet ihr durch die Erfüllung der verschiedenen Jobs auch wichtige Baumaterialien und Paradies-Punkte, diese dienen dazu, den Rang eures Paradieses aufzuwerten, so dass ihr mehr Gebiete erschließen, mehr Einrichtungen bauen und mehr Pokémon in euer Team aufnehmen könnt. Vor jedem Job dürft ihr euer aktuelles Team verändern und Teammitglieder austauschen, dazu steht euch die Verwaltung von Morlord zur Verfügung. In den Story-Missionen ist die Team-Zusammensetzung fest vorgeschrieben, hier dürft ihr keine Veränderungen vornehmen.

Es gibt mehr als 20 Dungeons mit charakteristischen Eigenschaften zu erkunden, so ist in manchen Dungeons die KP-Regenerierung nicht möglich, weil es z.B. hagelt. Normalerweise regenerieren sich die KP nämlich bei jedem Schritt, was äußerst praktisch ist, da euch so der Einsatz mancher heilenden Sinelbeere erspart wird. Bei jedem Betreten bauen sich die Dungeons neu auf, was anfangs noch dafür sorgt, dass keine Erkundung der anderen gleicht. Im späteren Spielverlauf von Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit werdet ihr jedoch den Grundaufbau der meisten Dungeons in- und auswendig kennen, die Erkundung lohnt sich aber dennoch immer. Denn ihr könnt nicht nur verschiedene Items finden, auf manchen Etagen ist auch ein hilfreicher Itemshop versteckt und Poké könnt ihr sowieso immer gebrauchen. Im lokalen Freundesmodus lassen sich die verschiedenen Dungeons sogar mit bis zu vier Spielern erkunden, hier stehen euch dann auch andere Jobs zur Auswahl, die auf einem eigenen Infobrett untergebracht sind.

Habt ihr während der Story mal Lust auf ein wenig Abwechslung, so könnt ihr vom Heldenmodus in den Freundesmodus wechseln, in dem ihr die Rolle eines Pokémon im Paradies übernehmen könnt und mit diesem dann zwischendurch einige Jobs erledigt, um den Ausbau des Paradieses voranzutreiben. Wollt ihr dann wieder der Hauptstory folgen, wechselt ihr einfach wieder in den Heldenmodus. In jedem Dungeon, egal in welchem Modus ihr spielt, lassen sich zudem noch Pokémon für euer Abenteuer-Team anheuern, die ihr dann auf Wunsch ins Paradies schickt oder gegen ein Mitglied eures aktuellen Teams austauscht. Um legendäre Pokémon zu erhalten, müsst ihr die mysteriösen Dungeons aufsuchen, die ihr durch sogenannte Magma-Portale erreicht. Hier kommt ein weiteres Feature von Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit zum Tragen, denn ihr könnt mit den Außenkameras eures Nintendo 3DS runde Objekte in der realen Welt scannen und so Magma-Portale öffnen. Und falls euch das immer noch nicht genug Dungeons sind, könnt ihr zudem im eShop weitere kostenpflichtige Dungeons erwerben, dazu müsst ihr auch das Spiel nicht verlassen, da sich im Hauptmenü ein entsprechender Punkt befindet.

Die Steuerung von Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit erfolgt über den Stick und die verschiedenen Tasten des 3DS, so könnt ihr euch in der recht bunten, jedoch Pokémon-typischen Spielwelt bewegen und die verschiedenen Attacken eures Pokémon wählen. Während der Story ist dies meist das Pokémon, für das ihr euch am Anfang entschieden habt, während der Jobs lässt sich der Anführer nach einiger Zeit frei wählen. Für die restlichen Teammitglieder lässt sich lediglich eine Team-Taktik wählen. Es gibt auch verschiedene Team-Fähigkeiten, die ihr meistens in Schatzboxen findet und die beispielsweise dafür sorgen, dass ihr euch schneller mit anderen Pokémon anfreunden könnt. Bei der Erkundung der Dungeons lädt sich auch die Team-Attacke auf, die dann die Stärke der vier im Team befindlichen Pokémon bündelt und direkt mehrere gegnerische Pokémon beseitigen kann. Wurden genug Erfahrungspunkte gesammelt, steigen eure Pokémon im Level auf, können sie dabei eine neue Attacke lernen, müsst ihr entscheiden, welche der vier vorhandenen Attacken dafür vergessen werden soll. Diese Wahl ist oftmals gar nicht so leicht, da es sehr viele nützliche Attacken gibt, die man am liebsten alle beherrschen würde. Schade, dass man nur vier Attacken in seinem Repertoire haben darf!

Lasst euch nicht davon in die Irre führen, dass nach einigen Stunden Spielzeit die Story abgeschlossen scheint und der Abspann über den Bildschirm flattert, ihr solltet auf jeden Fall am Ball bleiben, sonst entgeht euch noch eine ganze Menge. Außerdem könnt ihr ja immer noch eure Jobs erledigen und das Paradies zu einem wunderschönen Ort für alle Pokémon machen. Während des Spiels seht ihr auf dem oberen Bildschirm, was gerade passiert, auf dem unteren Bildschirm finden sich das Spielmenü, die Dungeonkarte oder auch allgemeine Tipps zur Steuerung. Hier könnt ihr frei wählen, was ihr euch anzeigen lassen wollt. Während der Kämpfe werden euch auf dem Touchscreen die Attacken angezeigt, die euch zur Verfügung stehen und die ihr mittels einfachem Tastendruck ausführen könnt. In eurem Paradies und in Raststadt findet ihr übrigens noch eine Lagertruhe, deren Inhalt euch ebenfalls auf dem Touchscreen angezeigt wird und in die ihr Items, Geld und Schatzboxen legen könnt. Dies solltet ihr auch des öfteren machen, denn scheitert ihr bei einer Dungeonerkundung, gehen euch einige Items aus eurem Inventar verloren und es wäre doch jammerschade, wenn sich darunter z.B. ein Belebersamen befindet, oder?

Fazit:
Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit ist ein Spiel, welches mit seiner bunten Grafik und den vielen Pokémon wahrscheinlich eher für die jüngere Generation konzipiert wurde. Aber auch ältere Semester können mit diesem Titel viel Spaß haben, denn zum einen hat jeder seine eigene Vorstellung des perfekten Paradieses, zum anderen bieten die vielen verschiedenen Dungeons ausreichend Abwechslung. Zwar sind die Zwischensequenzen oftmals etwas langatmig und ihr müsst jede Menge Text lesen, es lohnt sich aber, da die Geschichte von Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit wirklich schön ist. Die StreetPass-Einbindung und die Möglichkeit Magma-Portale per Einscannen runder Dinge in der realen Welt zu öffnen, sorgen für einen zusätzlichen Anreiz, dieses Spiel immer mal wieder zur Hand zu nehmen. Und es gibt die herunterladbaren Inhalte, die Einrichtungen im Paradies haben zudem noch verschiedene Ausbaustufen usw.. Ihr seht also: Es gibt immer etwas zu tun!

  • Releasedatum: Freitag, 17 Mai 2013
  • Genre: Rollenspiel
  • Altersfreigabe: USK: 0
  • Plattform(en): 3DS
  • Sprache(n): Deutsch