Asphalt Injection

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Wer sich ein wenig mit Spielen auskennt, dem wird Asphalt Injection recht bekannt vorkommen. Dies kommt zum einen daher, dass es schon einige Ableger der "Asphalt"-Reihe gibt, aber auch daher, dass man den Titel bereits seit einiger Zeit auf Smartphones für kleines Geld erwerben kann. Ob man die Hardware der PS Vita genutzt hat und Asphalt Injection somit auch einen höheren Preis rechtfertigt, oder ob man den Titel lieber links liegen lassen sollte, verrät euch unser Review.

Von den Grundinformationen her, die man auf der Packungsrückseite lesen kann, verspricht Asphalt Injection einiges, was für den Spieler interessant sein könnte. 47 lizensierte Fahrzeuge (laut Pressemeldung sollen es sogar 52 sein), mit denen man in 15 Städten unterwegs ist. Demnach kann man auch mindestens eben so viele Strecken erwarten, wenn man logisch denkt. Dem ist auch so, an Strecken stehen sogar ca. 20 zur Verfügung.
Allerdings merkt man schon nach wenigen gefahrenen Metern, dass man den Titel doch recht identisch vom Smartphone auf die PS Vita gehievt hat, denn optisch darf man keinen Top-Titel erwarten. Die Wagenmodelle sehen zwar gut aus, jedoch sind die Strecken und die Umgebungen alle ein wenig trist.

Die Optik ist nicht alles, das ist zumindest das, was ich immer sage. Schauen wir also einmal, was Asphalt Injection so zu bieten hat: Fangen wir bei den Spielmodi an, die Asphalt Injection bietet. Zum einen gibt es hier das "Freie Rennen", in dem man sich ein Auto aussuchen kann und einen von 10 Spielmodi spielen darf. Wichtig hierbei ist, dass nur die Wagen benutzt werden können, die man zuvor bereits in der Karriere freigespielt hat.
Daher ist ein weiterer Spielmodi natürlich die "Karriere". 20 Rennligen warten hier darauf, dass ihr in diesen als Gewinner hervorgeht. Jede Rennliga besteht aus mehreren Rennen, die man gewinnen sollte. Nach und nach spielt man hierdurch neue Wagen frei, die man sich dann natürlich auch kaufen darf, um sie danach zu benutzen.

Weiterhin gibt es mehrere Multiplayer-Spielmodi, die sowohl im Netzwerk, oder aber per Ad-Hoc-Funktion mit bis zu 8 Spielern absolviert werden können. Sollten einmal nicht genug menschliche Spieler vorhanden sein, kann auf Wunsch auch mit CPU-Gegnern aufgefüllt werden. Im Spiel kann man gegnerische Fahrer eliminieren und sich dann über die Gesichter seiner Mitspieler freuen, die durch die Frontkamera aufgenommen werden. Dies jedoch nur, wenn man die entsprechende Option aktiviert, denn in der Grundeinstellung ist die Kamerafunktion deaktiviert.

In den Rennen stehen 10 verschiedene Renntypen zur Verfügung. Während man den gewünschten Modus in den freien Rennen selbst auswählen kann, sind diese in den Karriere-Rennen natürlich vorgegeben. So gibt es normale Modi, wie z.B. das "Zeitrennen", in dem man gegen die Uhr antritt und rechtzeitig Checkpoints durchfahren muß, oder aber z.B. das "K.O.-Rennen", in dem nach jeder Runde der letztplatzierte Fahrer ausscheidet. Es gibt aber auch Spielmodi, die in anderen Arcadegames nicht zu finden sind, beispielsweise die "Bullenjagd". In dieser muß man vor der Polizei flüchten und darf sich nicht zu oft erwischen lassen.
Im "Stadtinferno" gilt es, möglichst viele Objekte in Schutt und Asche zu legen, während man bei einem "Drift-Event" Punkte durchs Driften sammeln muß. Weitere Modi sind "Sammler", "Alle Besiegen", "Unter Druck", "Duell" und das "Normale Rennen".

Wie man sieht, es stehen einige Spielmodi zur Verfügung, um Abwechslung ins Spiel zu bringen. Neben diesen gibt es noch die große Anzahl an Fahrzeugen, welche man zusammenkaufen kann, natürlich dürfen diese dann auch noch getunt, nach Wunsch lackiert und mit Aufklebern versehen werden.
Um sich neue Teile für seine Autos leisten zu können, sollte man auf den Strecken die herumliegenden Geld-Boni einsammeln. Weiterhin findet man noch PowerUps, die den Turbo auffüllen, der spielentscheidend sein kann.

Und hier kommen wir dann auch zu einem der größten Mankos in Asphalt Injection. Wie in vielen anderen Arcade-Racern findet man auch in diesem Titel leider das übliche "Gummiband-Spielchen". Das heisst, man kann so gut fahren, wie man will, die KI-Gegner werden einen immer wieder einholen, was sehr ärgerlich werden kann. Andererseits kommt man auch an die gegnerischen Fahrer immer wieder gut ran, auch wenn man einmal schlecht fährt. Allerdings hat dies nicht viel mit "Können" oder eben "Nichtkönnen" zu tun, denn wer dann am Ende als Erster über die Ziellinie fährt, entscheidet so meist der Zufall... oder eben der Turbo, wenn man sich hier ein wenig aufgespart hat, was ich nur jedem raten kann, der in der letzten Runde unterwegs ist.
Die Tatsache, dass im Prinzip nur das Glück und nicht die eigene Leistung entscheidet, sorgt leider oft für Frustmomente, wenn man nach einer fehlerfreien Fahrt dann auf der Ziellinie abgefangen wird, obwohl der Gegner weit hinter einem sein müsste.

Wie bereits geschrieben, ist die optische Präsentation keine Meisterleistung. Und dies gilt auch für den Sound, denn die Motorensounds klingen leider eher nach einem Brummen, die Sprecherin, die ab und an Kommentare ablässt, nervt mit der Zeit und der Soundtrack ist auch nicht zwingend ein Highlight im Spiel.
Bei der Steuerung komme ich nun zu dem Punkt, der ein Feature der PS Vita-Version ist. Gesteuert werden darf entweder ganz klassisch per Buttons und Schultertasten, man darf jedoch auch die gyroskopische Steuerung der PS Vita verwenden. Hier lenkt man also, indem man die Konsole nach links oder rechts neigt und bremst und beschleunigt, indem man sie nach vorne und hinten neigt. Die Umsetzung der Bewegungssteuerung geht dabei in Ordnung, es treten keine Verzögerungen auf.

Fazit:
Asphalt Injection ist ein wenig mein Sorgenkind, was die Launchtitel der PS Vita anbelangt. Da man den Titel fast genau so auch auf Smartphones für wesentlich weniger Geld bekommt, hätte man hier etwas mehr aus der PS Vita herausholen sollen. Wenigstens die Optik hätte aufpoliert werden können.
Vom Umfang her wird dem Spieler jedoch einiges geboten, denn es stehen viele Spielmodi zur Verfügung, es gibt reichlich Fahrzeuge, welche auch noch getunt werden dürfen, die Menge der Strecken geht in Ordnung und man darf mit bis zu 8 Spielern auch im Netzwerk oder im Ad-Hoc-Modus spielen.
Ein dicker Nachteil ist jedoch das Gummiband-Verhalten der CPU-Gegner, welches sich teilweise sehr nachteilig auf den Spielverlauf auswirken kann. Wäre dies nicht so, würde Asphalt Injection wesentlich mehr Spaß machen, als es so der Fall ist.
Da Asphalt Injection jedoch einer der preiswerteren PS Vita-Launchtitel ist, kann ich ihn zumindest für den schmalen Geldbeutel noch bedingt empfehlen. Ein Lob geht aber an Ubisoft, dass auch diesem Titel ein gedrucktes Handbuch beiliegt, was heutzutage leider nicht mehr üblich ist.

  • Releasedatum: Mittwoch, 22 Februar 2012
  • Genre: Rennspiel
  • Altersfreigabe: USK: 6
  • Plattform(en): PS Vita
  • Sprache(n): Deutsch