Killzone Mercenary

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Wer Shooter mag, wurde auf Handhelds bisher recht enttäuscht. Auch der Call of Duty-Ableger für die PS Vita war nicht der erhoffte Hit. Daher blieb bisher nichts anderes übrig, als als Shooter-Freund auf die stationären Konsolen zurückzugreifen. Killzone Mercenary, welches nun für die PS Vita erschien, verspricht jedoch, diesen Umstand zu ändern. Ob ihr mit dem Titel endlich einen guten Shooter für einen Handheld bekommt, oder ob das Versprechen eher ein Blindgänger ist?

In Killzone Mercenary schlüpft ihr in die Rolle eines Söldners, der von der ISA angeheuert wird, sich den Helghast-Invasoren auf Vekta in den Weg zu stellen. In insgesamt neun Missionen erlebt ihr hierbei eine wendungsreiche Story in der Singleplayer-Kampagne. Natürlich zieht ihr als Söldner nicht in den Kampf, weil ihr gerade nichts besseres zu tun habt, sondern um Geld zu verdienen. Und dieses bekommt ihr für fast jede Aktion, die ihr im Spiel ausführt.

Ob ihr nun einen Gegner besiegt, eine wichtige Person rettet oder eine Mission beendet, für alles erhaltet ihr virtuelle Bezahlung. Und diese investiert ihr in bessere Waffen und Ausrüstung. Sehr schön ist, dass ihr das im Singleplayer-Modus verdiente Geld auch für die Multiplayer-Spielvarianten einsetzen könnt. Somit habt ihr dann bereits eine nette Starthilfe, sobald ihr in Mehrspielerschlachten einsteigt.

Neben den normalen Waffen und z.B. Granaten stehen euch sehr mächtige Mittel zur Verfügung, die feindlichen Einheiten auszuschalten. Die sogenannten Van-Guard-Systeme sind jedoch nicht nur mächtig, sondern kosten euch auch eine ganze Stange Geld. Hierdurch bekommt ihr jedoch Dinge wie Schilde oder Drohnen, um Kartenabschnitte aufzuklären. Oder aber ihr ordert direkt Luftunterstützung, die flächendeckende Angriffe ausführt. Die Missionen müsst ihr allerdings nicht mit der Brechstange absolvieren. Auch schleichend könnt ihr viele Gegner geräuschlos ausschalten. Das erhöht übrigens auch die Spielzeit. Etwa 4-5 Stunden benötigt ihr für den Singleplayer, wenn ihr wild ballernd durch die Missionen hechtet.

Entscheidet ihr euch für den langsameren Weg, werdet ihr gut zwei Stunden länger unterwegs sein. Nachdem ihr den Singleplayer durchgespielt habt, schaltet ihr übrigens eine weitere Variante frei. Dann nämlich könnt ihr die Singleplayer-Missionen nochmals angehen, bekommt für diese jedoch bestimmte Ziele und Herausforderungen, die ihr erreichen bzw. absolvieren müsst.

Habt ihr genug davon, alleine zu spielen, startet ihr einfach einen der diversen Mehrspielermodi. Um gegen andere anzutreten braucht ihr jedoch in erster Linie (bei der Downloadversion des Spiels, die uns zur Verfügung steht) Platz auf eurer Speicherkarte. Ganze 2GB werden benötigt, um diesen Spielmodus zu eröffnen. Dafür bietet euch der Multiplayer-Modus in Killzone Mercenary jedoch all das, was ihr von Shootern her kennt. Ob nun Capture the Flag- oder King of the Hill-Varianten, für viel Abwechslung ist gesorgt. Das gilt auch für die Karten, die sehr abwechslungsreich sind. Bis zu acht Spieler dürfen in den Mehrspielerschlachten mit- und gegeneinander antreten.
Nach und nach steigt ihr so im Rang und verdient weitere Credits, die ihr dann in neue Waffen und mehr investieren könnt.

Killzone Mercenary zeigt, was in der PlayStation Vita steckt. Das Spiel bringt eine Grafikpracht mit, die ihr bisher nicht auf dem Handheld gesehen habt. Wie auf einer stationären Konsole präsentiert sich der Titel hier und da filmreif. Die Missionen sind recht abwechslungsreich gestaltet. Mal gilt es, die Gegner auszuschalten, ein anderes Mal müsst ihr eine Zielperson befreien, oder aber ihr fliegt einfach eine Runde im Flughörnchen-Anzug durch die Gegend. Es sieht phantastisch aus, wenn ihr so von einem Hochhaus zu einem anderen durch die Luft schwebt, während um euch herum jede Menge anderer Gebäude in Schutt und Asche gelegt werden.

Die Sounduntermalung ist sehr gut, zumindest, was Hintergrundmusik und Spielgeräusche anbelangt. Die deutschen Sprecher sind zwar ganz ok, vergleicht ihr diese jedoch mit den englischen Originalsprechern (diese hört ihr, indem ihr die Sprache eurer Vita in den Systemeinstellungen auf englisch umstellt!), werdet ihr auf die Originalsprecher kaum noch verzichten wollen. Die Steuerung ist dafür sehr gut und geht flott von der Hand. Beide Sticks werden natürlich benutzt und die Buttons sind übersichtlich belegt. Auch das Touchpad kommt zum Einsatz. Beispielsweise dann, wenn ihr einen Luftschlag ausübt, markiert ihr so die Ziele, die angegriffen werden sollen. Oder aber wenn ihr einen Nahkampfangriff startet, wischt ihr in entsprechender Richtung über den Bildschirm eurer Vita, um den Gegner auszuschalten.

Fazit:
Killzone Mercenary ist ein klarer Kaufgrund für die PS Vita, solltet ihr noch keine besitzen und Shooter lieben. Wie auf den "großen" Konsolen jagt ihr durch filmreife Missionen mit ungeahnter Grafikpracht. Der kleine Bildschirm ist dabei zu keiner Zeit hinderlich, das OLED-Display strotzt mit satten Farben. Optisch ist Killzone Mercenary ein absoluter Kracher.
Leider ist die Solokampagne mit etwa 4-5 Stunden wieder einmal recht kurz ausgefallen. Nach dem ersten Durchspielen schaltet ihr jedoch einen weiteren Modus frei, der zum erneuten Spielen der Missionen einlädt. Dann aber mit neuen Zielen und Herausforderungen. Der Multiplayer-Bereich ist auf jeden Fall das Herzstück des Titels. Ob nun Team-Deathmatch, Capture the Flag oder die anderen Spielmodi, in denen ihr z.B. das gegnerische Team am Erfüllen von Aufgaben hindern müsst - für langen Spielspaß ist gesorgt.
Die deutsche Vertonung geht in Ordnung, hängt jedoch hinter den Originalsprechern hinterher. Wer diese möchte, schaltet einfach die Sprache seiner Vita um, fertig. Killzone Mercenary zeigt, was in der kleinen Konsole steckt und ist ein ganz klarer Kaufgrund für die PS Vita. Wer Shooter mag, sollte hier unbedingt zugreifen!

Media

  • Releasedatum: Mittwoch, 04 September 2013
  • Genre: Shooter
  • Altersfreigabe: USK: 18
  • Plattform(en): PS Vita
  • Sprache(n): Deutsch
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