Lumines: Electronic Symphony

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Was bekommt man, wenn man aus vier kleinen Würfeln einen großen formt, diesen dann mit zwei Farben einfärbt, pulsierende Lichteffekte und einen sehr ordentlichen Soundtrack dazu packt? Dann bekommt man in etwa das Grundthema, welches den Spieler in Lumines: Electronic Symphony an die PS Vita fesseln soll. Ob es das schafft, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen...

Erstkäufer der PSP werden sich daran erinnern, dass es auch zum Launch des alten Handheld einen Lumines-Titel gab. Pünktlich zum Launch der PS Vita steht nun der Nachfolger des Spiels in den Regalen. Das Spielprinzip hat sich dabei natürlich kaum geändert, wurde jedoch um einiges Goodies aufgewertet.
Wie schon im Vorgänger besteht auch in Lumines: Electronic Symphony die Aufgabe darin, herabfallende Würfel richtig anzuordnen. Die Würfel bestehen aus vier kleinen Würfeln, die eingefärbt sind. Hierbei sind es immer nur zwei Farben, um die sich der Spieler kümmern muß, mal besteht ein Würfel z.B. aus einem grauen und drei orangenen Kleinwürfeln, mal besteht er aus je zwei Würfeln einer Farbe, diese sind dann entweder nebeneinander platziert, oder aber immer abwechselnd usw.

Der Spieler hat nun die Aufgabe, die herunterfallenden Würfel am unteren Bildschirmrand so zu platzieren, dass immer vier der Kleinwürfel einer Farbe in neuen Viererwürfeln angeordnet werden müssen. Dazu kann man die herabfallenden Würfel natürlich drehen und verschieben, genau so, wie man es z.B. von Tetris kennt.
Klingt einfach, ist es aber nicht, zumindest nicht, wenn man in höhere Spielstufen kommt. Die Würfel fallen immer schneller, zudem sorgen hämmernde Trance- und Technobeats dafür, dass man tief in das Spiel gezogen wird. Und damit es nicht langweilig wird, warten pulsierende Lichteffekte darauf, den Spieler abzulenken.

Ein Level dauert bei Lumines: Electronic Symphony immer so lange, wie der gerade abgespielte Titel des Soundtracks andauert. Ist dieser beendet, kommt man nahtlos in eine höhere Spielstufe, die bis dahin platzierten Steine bleiben hierbei am Boden liegen, jedoch ändert sich die Farbe der Steine. Hier muß man sich also recht schnell neu orientieren, will man keinen Stein unsinnig platzieren.
Wie gesagt, spielt man Steine weg, wenn man einen neuen Viererwürfel erschafft, der aus einer Farbe besteht. Schafft man dies, leuchtet der neu geformte Würfel eine Zeitlang auf. In dieser Zeitspanne kann man versuchen, weitere (gleichfarbige) Steine an ihn anzufügen, um eine Combo zu absolvieren. Diese Steine - es müssen jedoch immer mindestens 2 in einer Reihe sein - spielt man dann automatisch mit weg.

Ziel des Spiels ist es also, möglichst viele Steine wegzuspielen und dafür zu sorgen, dass sich keine Steinreihe bis an den oberen Bildschirmrand füllen kann. Da die Steine nach und nach schneller fallen, als noch zu Beginn, ist dies keine sehr einfache Aufgabe, wird aber stundenlang an den Bildschirm fesseln, denn das Spielprinzip ist zwar sehr simpel, dafür jedoch umso besser.
Nicht selten wird man sich dabei erwischen, "nur noch ein Spiel" spielen zu wollen, um vielleicht doch den eigenen Highscore zu knacken. Und diese "nur mal eben"-Sessions dauern dann ganz schnell ein paar Stunden, da man immer und immer wieder in das Spiel hineingezogen wird.

Für weggeräumte Steine bekommt man übrigens Punkte. Sind die Blöcke, die man wegräumt größer als mindestens ein Viererblock, bekommt man natürlich mehr Punkte. Fügt man rechtzeitig neue Steine an und erzielt dadurch eine Combo, wächst die Punktzahl aufs Neue. Und durch die verdienten Punkte steigt man nach und nach im Level. Hierfür bekommt man dann wieder Belohnungen, wie z.B. neue Avatare oder Hintergründe, die man ab sofort im Spiel einsetzen darf.
Aber nicht nur das, man kann diese dann auch z.B. als Geschenk via Near-Funktion an andere Spieler in der Umgebung verschicken. Avatare haben jedoch noch eine weitere Funktion, denn jeder Avatar hat seine ganz spezielle Eigenschaft, die man im Spiel einsetzen kann.

Am unteren linken Bildschirmrand sieht man den Avatar, welchen man im Sammelraum ausgewählt hat. Nutzt man diesen nun im Spiel, wird z.B. die Zeit verlangsamt, Blöcke werden umgefärbt oder dem Gegenspieler wird ein Zufallsblock "ins Bild geschmissen". Insgesamt warten 41 Avatare mit 10 unterschiedlichen Fähigkeiten darauf, freigespielt zu werden.
Im Sammelraum kann man sich dann die erspielten Dinge ansehen, diese auswählen oder - wie gesagt - via Near versenden.
Es stehen mehrere Spielmodi zur Verfügung, die man entweder alleine oder gegen einen Mitspieler spielen kann. Die "Reise" ist quasi der Klassikmodus, in dem man so lange spielt, bis eine Reihe den oberen Bildschirmrand erreicht hat. "Duell" dürfte klar sein und in "Meister" wartet ein sehr temporeicher Turniermodus auf den Spieler. Bei "Stoppuhr" heisst es, in einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Punkte zu kassieren. Und als besonderes Communityfeature gibt es in Lumines: Electronic Symphony noch den "Weltblock". Hier kann man sich am Wegspielen eines Megawürfels beteiligen, indem man seine an einem Tag erspielten Punkte für diesen einreicht. Es gilt also, den Weltblock mit allen anderen Spielern innerhalb von 24 Stunden wegzuspielen.

Gesteuert wird Lumines: Electronic Symphony entweder mittels "Wischen" über den Screen (wobei dies nicht unbedingt empfehlenswert ist), oder alternativ mit Digipad und Schultertasten. Gerade in höheren Stufen, in denen die Steine sowieso sehr schnell fallen, ist die Touch-Steuerung einfach zu ungenau. Somit empfehle ich die "alte" Steuerung mittels Schultertasten und Digipad, hier ist man einfach besser mit unterwegs.
Optisch ist Lumines: Electronic Symphony zwar eher simpel, durch die pulsierenden Lichteffekte und die immer in Bewegung stehenden Hintergründe wird trotzdem einiges geboten. Gleiches gilt auch für den Sound, denn die gut 30 Musikstücke wurden sehr gut ausgewählt und sorgen dafür, dass man wirklich ins Spiel "abtaucht".

Fazit:
Lumines: Electronic Symphony ist ganz klar einer der PS Vita-Lauchtitel, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Das Spielprinzip ist zwar sehr simpel, aber das, was vom Spieler gefordert wird, sorgt für quasi unendlichen Spielspaß.
Zwar gibt es keinen Puzzle-Modus mehr in Lumines: Electronic Symphony, jedoch wird man den Titel immer und immer wieder in die PS Vita legen, sei es, um das eigene Level zu erhöhen, auf Highscorejagd zu gehen, oder weil man sich am Wegspielen des täglichen Weltblocks beteiligen möchte.
Einen kleinen Nachteil habe ich jedoch beim Testen feststellen müssen: Durch Sound und die pulsierenden Dauerlichteffekte ist Lumines: Electronic Symphony ein kleiner Akkufresser. Hält der PS Vita-Akku normal 4-5 Stunden, wollte Sonys Handheld nach gut 3 Stunden Lumines: Electronic Symphony neuen Saft haben. Das will ich dem Spiel aber in keinster Weise ankreiden!
Abschließend kann ich nur noch einmal sagen: Wer sich eine PS Vita kauft, sollte Lumines: Electronic Symphony direkt dazu erwerben, wenn er einen der Launch-Top-Titel nicht verpassen möchte!

Media

  • Releasedatum: Mittwoch, 22 Februar 2012
  • Genre: Puzzle
  • Altersfreigabe: USK: 6
  • Plattform(en): PS Vita
  • Sprache(n): Deutsch
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