KONA

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Seit wenigen Tagen ist das Survival-Adventure KONA für PC, PS4 und Xbox One erhältlich. Die eisige Rätselkost sollte ursprünglich als Epsiodenadventure erscheinen, dieser Plan wurde jedoch über Bord geworfen. Schafft es KONA, dass euch das Blut in den Adern gefriert oder ist der Ausflug in die verschneiten Gebiete eher ein langweiliger Spaziergang? Wir haben uns die PS4-Version vorgenommen und gingen auf die Suche nach Hinweisen, um die mysteriösen Rätsel zu lösen.

Zu Beginn der 70er Jahre macht ihr euch auf den Weg ins dick verschneite Nordkanada. Dort wartet ein Auftrag auf euch, denn ihr wollt euch mit einem Klienten treffen. Ihr seid Privatdetektiv und wurdet von ihm engagiert. Als ihr jedoch in der Umgebung des Atâmipêk-Sees ankommt und Halt an einer Tankstelle macht, findet ihr nur noch die Leiche eures Auftraggebers. Was ist hier passiert? Was hat es mit den seltsamen Kristallen auf sich, die ihr schon bald in der Umgebung der Tankstelle finden werdet? Und wieso sind die Häuser der Umgebung verlassen worden? Diesen und anderen Fragen geht ihr in den nächsten knapp 8-10 Spielstunden auf den Grund.



KONA kann am ehesten als Survival-Adventure bezeichnet werden. Immer wieder müsst ihr dafür sorgen, Feuerholz zu finden, um euch an Feuerstellen aufzuwärmen. Schreitet ihr im Spiel voran, kommen weitere Bedürfnisse, wie etwa Hunger hinzu. Findet ihr nicht rechtzeitig Nahrung oder habt diese gebunkert und gelingt es euch nicht, euch regelmäßig zu wärmen, werdet ihr schon bald ins virtuelle Gras beißen, dass im Falle von KONA jedoch nur unter der dicken Schneeschicht zu finden ist.

Ihr besitzt eine kleine Karte, auf der zum Beispiel Gebäude verzeichnet wurden. Das Spiel gibt euch weitestgehend freie Hand und schränkt euch nicht ein, ihr könnt die Spielwelt daher recht frei erkunden. Dabei stoßt ihr immer wieder auf kleinere Rätsel, die es zu lösen gilt. Hier streikt ein Generator, ohne den es kein Licht gibt, dort gelangt ihr nur in ein Gebäude, wenn ihr den Schlüssel findet. Ganz alleine seid ihr dabei nicht. Neben wenigen Bewohnern, die in ihren Häusern geblieben sind, stoßt ihr immer wieder auf Wölfe. Die sind alles andere als nett und freuen sich über leichte Beute.

Um euch zur Wehr zu setzen, setzt ihr zum Beispiel ein Brecheisen ein, könnt aber sogar die eine oder andere Waffe finden. Dass die Munition knapp ist, dürfte schon fast klar sein. Wer sich in KONA nicht ausreichend umschaut, wird viele Aufgaben, aber auch eine Menge Ressourcen verpassen. Es lohnt sich daher, jede noch so kleine Ecke zu erkunden. Dann erhaltet ihr auch immer wieder kleine Geschichtsfetzen, die in kurzen Sequenzen zeigen, was in der kleinen Ortschaft passiert ist.



Wichtige Informationen haltet ihr dabei mit eurer Kamera fest. Habt ihr Bilder von relevanten Orten oder Gegenständen gemacht, werden sie mitsamt einiger Informationen in euer Notizbuch verfrachtet. In ihm könnt ihr jederzeit nachlesen, was passiert ist und welche Aufgaben derzeit von euch gelöst werden sollen. Die recht weitläufige Umgebung müsst ihr nicht nur zu Fuß erkunden, sondern könnt auch mit eurem Auto fahren. Vorausgesetzt, ihr habt genug Benzin, was ihr nur dann erhaltet, wenn ihr in der Tankstelle den Strom angeschaltet habt.

Während die Suche nach Hinweisen und die Erkundung der verschneiten Gebiete recht spannend ist, kommt das Ende des Spiels sehr abrupt und enttäuscht ein wenig. Bis dahin weiß KONA jedoch sehr gut zu unterhalten. Nicht nur durch die Freiheit, die wir bereits erwähnt haben, sondern auch durch die oft bedrückende Atmosphäre, die in den dick verschneiten Gebieten herrscht. Gerade das Gefühl der Einsamkeit und das baldige Wissen, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht, lassen euch beim kleinsten Geräusch zusammenzucken.

Optisch geht KONA für ein Spiel dieser Preisklasse vollkommen in Ordnung. Zwar findet ihr oft Gegenstände, die vielleicht ein oder zweimal zu oft eingesetzt wurden, die Gesamtpräsentation ist jedoch sehr stimmig. Der dichte Schneefall, die weiten Gebiete und die verlassenen Häuser gehen eine gute Symbiose ein. Auch die spärlich aber gut gesetzte Musikuntermalung und die vielen kleinen Geräusche fügen sich prima in das Gesamtbild ein. Die Steuerung ist recht simpel, mit wenigen Klicks habt ihr euer Inventar, die Karte und euer Notizbuch im Griff.



Fazit:
KONA ist ein Spiel, das sich in erster Linie an solche Spieler wendet, die gerne entdecken und erkunden. Wer nur schnell von A nach B will, ist hier fehl am Platz. Immer wieder entdeckt ihr kleine Rätsel, die durchweg logisch zu lösen sind und findet Hinweise auf das, was in der kleinen Ortschaft passiert ist. Nur das Ende des Spiels kann da nicht mithalten und ist ein wenig enttäuschend. Bis dahin erlebt ihr aber ein Survival-Adventure, von dem sich andere Spiele dieser Preisklasse eine Scheibe abschneiden können. Wer gerne knobelt und Schnee mag, sollte unbedingt einmal einen Blick auf diese kleine Indie-Perle werfen.

 

Pro:

+ stimmige Gesamtpräsentation

+ viele logische Rätsel

+ interessante Geschichte

+ Survival-Elemente

Contra:

- das Ende kommt leider sehr abrupt und kann nicht mit der restlichen Geschichte mithalten

- mitunter zähe Suche nach wichtigen Rohstoffen

 

 

Getestet auf: PS4

 

Media

  • Genre: Action