LEGO City: Undercover

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Die Verbrechenswelle in LEGO City will einfach nicht aufhören und es wird Zeit, dass sich jemand um den niederträchtigen Rex Fury kümmert. Und wer wäre dafür besser geeignet als Chase McCain, dessen Rolle ihr übernehmt. Ihr müsst euch gegen fiese Verbrecher zur Wehr setzen und zahlreiche Missionen bestreiten, sowie Verkleidungen freischalten. Auch nach der Story warten noch viele Aufgaben auf euch, die LEGO City letztendlich wieder zu einer sicheren Stadt machen. Mehr als 300 freischaltbare Charaktere und über 100 Fahrzeuge erwarten euch!

 

Humor steht an erster Stelle
Wie schon in anderen LEGO-Spielen erwartet euch in LEGO City: Undercover wieder jede Menge Humor. Dafür sorgen die coolen Sprüche von Chase McCain ebenso wie seine teils übereifrigen Kollegen, die ihm zur Seite stehen. Viele Anspielungen auf alte Krimihelden wie z.B. Colombo oder Starsky & Hutch werden bei euch für Lacher sorgen, auch wenn ihr die angesprochenen Charaktere vielleicht gar nicht kennt. Und die älteren unter euch werden die kleinen Seitenhiebe sicherlich verstehen.

Für Humor sorgt auch die Tatsache, dass im Koop-Modus beide Spieler die Rolle von Chase McCain übernehmen, dieser läuft also quasi mit seinem eineiigen Zwilling durch die Stadt. Sicherlich hätte man hier auf einen anderen Charakter des Spiels zurückgreifen können, um das Ganze realistischer zu gestalten, schließlich wäre da noch Frank Honey, der seinem Vorbild Chase so gerne nacheifern würde. So beschleicht einen etwas der Eindruck, dass der Koop-Modus etwas hastig und unüberlegt zu LEGO City: Undercover hinzugefügt wurde.

 

 

Abwechslung pur
Auf jeden Fall habt ihr alle Hände voll zu tun, denn nicht nur in den Missionen erwartet euch ein reichhaltiger Repertoire an Aufgaben. Mal rast ihr im Polizeiwagen durch die Gegend, absolviert Kletterpartien in waghalsiger Höhe oder bereist sogar den Weltraum. Auch nach der eigentlichen Geschichte warten noch Autodiebe, einsammelbare Schweine oder zu zerstörende Geldautomaten auf euch. Hilfreich dabei sind auf alle Fälle die zahlreichen Verkleidungen, die ihr während der Story freischalten könnt.

Jede Verkleidung bietet ihre individuellen Vorzüge, als Einbrecher könnt ihr beispielsweise versperrte Türen aufbrechen, als Bergarbeiter steht euch Dynamit zur Verfügung. Der Bauer lässt Pflanzen sprießen und der Feuerwehrmann löscht Brände und legt so neue Wege frei. Und das sind nur einige der möglichen Verwandlungen, die Chase zur Verfügung stehen. Die Verkleidungen spielen auch eine große Rolle bei der Erledigung der zahlreichen Aufgaben, die in jedem einzelnen Stadtteil auf euch warten.

Doch stop, denn gerade bei der Säuberung der Stadtteile geht die Abwechslung dann doch etwas flöten. In jedem Stadtteil warten die selben Aufgaben: Parcour-Abschnitte, Bezirkübernahme, Autodiebe, Schweine einfangen, Geldautomaten zerstören usw.. Und wer auf jeden Fall die Platin-Trophäe bei LEGO City: Undercover einheimsen möchte, kommt nicht darum herum, jeden einzelnen Stadtteil lupenrein zu hinterlassen. Das kann dann auf Dauer schon etwas nervig werden.

 

 

Verbrecherjagd leichtgemacht
Der Schwierigkeitsgrad von LEGO City: Undercover richtet sich vornehmlich an jüngere Spieler, was besonders an den leichten Kämpfen zu merken ist. Mit wenigen Schlägen liegen die Gegner verhaftungsbereit am Boden. Wie ihr Kämpfe effektiv bestreitet, wird euch mittels eines kleinen Kampftutorials im Laufe der Story erklärt. Wenige Tasten reichen aus, um euch gegen die Verbrecher von LEGO City zur Wehr zu setzen. Polizeiarbeit ist sozusagen ein Kinderspiel!

Auch das Auswählen von Verkleidungen ist denkbar einfach. Alle möglichen Verkleidungen werden euch auf einem leicht aufzurufenden Rad präsentiert, ihr müsst nur noch die gerade passende Identität wählen. Wenn es um Fahrzeuge geht, steht euch jedes fahrbare Vehikel in der Stadt zur Verfügung, das ihr in bester GTA-Manier entwenden könnt. Spezialfahrzeuge und Fluggefährte, die ihr freigeschaltet habt, könnt ihr an speziellen Rufsäulen ordern, diese müssen allerdings erst von euch zusammengebaut werden.

Sie zählen zu den zahlreichen Superbauten, die in LEGO City: Undercover nur auf euch warten. Um sie zu bauen, benötigt ihr Legosteine, die ihr beim Zerstören der zahlreichen Lego-Objekte in der Stadt bekommt. Natürlich gibt es auch wieder rote und goldene Steine, die ihr für das Erledigen bestimmter Missionen oder Aufgaben freischalten und dann durch Studs kaufen könnt. Gerade die roten Steine erleichtern euch dann viele Kleinigkeiten, manche sind wieder einfach zur Belustigung da.

 

 

LEGO: Technik, die begeistert?
Der Sprung von der Wii U auf die aktuellen Konsolen ist LEGO City: Undercover gut gelungen. Was als allererstes positiv auffällt, ist, dass die Ladezeiten angenehm kurz gehalten sind. Auf der Wii U sah das noch ganz anders aus. Auch an der Framerate wurde eifrig gearbeitet, damit das Spiel nicht so holprig läuft wie auf Nintendos Last Gen-Konsole. Sowohl auf der PS4 als auch auf der Xbox One bietet euch LEGO City: Undercover konstante 1080p. Auf der Switch könnt ihr davon allerdings nur träumen, hier wurde die Bildrate sehr herunterskaliert, was für Pop-Ups und Ruckler sorgt.

Die musikalische Untermalung ist leider nicht so ganz gelungen. Besonders nach dem fetzigen Intro-Stück hätte man sich mehr Musik solcher Art in den einzelnen Missionen gewünscht. Dort wurden eher kurze, fast schon langweilige, Musikstücke gewählt, bei der Erkundung von LEGO City tritt Musik nur bei einzelnen Missionen auf. Dafür wird euch eine gelungene Sprachausgabe geboten, auch wenn die Sprüche der Bewohner sich sehr schnell wiederholen und ihr sie mit der Zeit schon auswendig könnt.

Die Steuerung geht leicht von der Hand, alles ist mit wenigen Tasten umsetzbar. Auch die Fahrzeugsteuerung ist absolut in Ordnung, mit den Fluggeräten sieht es da schon ein wenig anders aus, da ihr gerade in der Luft öfter an unsichtbare Barrieren stoßt und einfach in eine andere Richtung gelenkt werdet. Das lässt sich aber verschmerzen, auch eine offene LEGO-Spielwelt hat nun mal ihre Grenzen.

 

 

Fazit:
Mit LEGO City: Undercover erwartet euch quasi ein GTA in Bauklötzchen-Optik. Eine offene Spielwelt, zahlreiche Stadtteile, jede Menge Aufgaben und Humor an jeder Ecke. Schade, dass man sich musikalisch nicht ein wenig an GTA angepasst hat, die Musik bleibt leider ein wenig auf der Strecke. Der Schwierigkeitsgrad ist relativ niedrig, da sich das Spiel wohl in erster Linie an die jüngere Generation richtet. Aber gerade das macht die LEGO-Spiele ja aus: Viel Spielspaß ohne großartige Anstrengung.

Technisch hat dem Spiel der Sprung auf die aktuellen Konsolen gut getan, sieht man einmal von der Nintendo Switch ab. Moderate Ladezeiten, eine lebendige und hübsch designte Stadt und viele verschiedene Charaktere, die teilweise an bekannte Vorbilder aus Film und Fernsehen angelehnt sind. Dazu noch eine unterhaltsame Story und viele Nebenmissionen, die allerdings einen Schuß mehr Abwechslung hätten gebrauchen können.

Wenn es euch dann im Koop nicht stört, dass Chase McCain gemeinsam mit seinem eineiigen Zwilling durch die Gegend zieht, solltet ihr euch unbedingt zu zweit vor die heimische Konsole setzen und LEGO City: Undercover spielen. Zu zweit hat man gerade die zahlreichen Nebenmissionen in der Stadt schneller erledigt. Ob nun allein oder zu zweit: LEGO City: Undercover ist ein guter Ableger der LEGO-Serie, der kurzweilige Unterhaltung bietet.

Pro:

- LEGO City ist schön groß und bietet viele Missionen

- Gelungene Lokalisierung

- Koop-Modus bietet Spaß zu zweit an einer Konsole

- Moderate Ladezeiten im Vergleich zum Wii U-Original

- Sehr humorvoll

- Viele Verkleidungen

Contra:

- Musikalisch wenig Abwechslung

- Koop nur lokal

- Schwierigkeitsgrad sehr niedrig

 

 

Getestet auf: PS4

 

 

Media

  • Releasedatum: Donnerstag, 06 April 2017
  • Genre: Action-Adventure
  • Altersfreigabe: USK: 6, PEGI: 7+
  • Plattform(en): PS4, Xbox One, Nintendo Switch
  • Sprache(n): Deutsch