Batman: Arkham Knight

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Spiele, die sich mit dem Fledermausmann beschäftigen, gibt es inzwischen sehr viele. Mit Batman: Arkham Asylum wurde eine Serie geschaffen, die qualitativ hochwertige Heldenaction bot, was auch von den Spielern honoriert wurde. Der Nachfolger, Batman: Arkham City bot dann noch mehr, als es beim Erstling der Fall war. Damit stieg auch die Erwartung der Spieler, als Teil drei, Batman: Arkham Origins angekündigt wurde. Doch dieser Teil konnte die Erwartungen erstmals nicht erfüllen. Jetzt steht Batman: Arkham Knight in den Regalen der Händler und will die Serie aus dem kleinen Tief des Vorgängers ziehen. Klappt das?

Wie schon bei den ersten beiden Teilen, ist auch diesmal wieder Rocksteady für die Konsolenversionen des Spiels verantwortlich. In Batman: Arkham Origins war dies nicht der Fall, wodurch sicher auch der damalige Qualitätsverlust zu erklären war. In Batman: Arkham Knight soll die Serie ihr Ende finden. Batmans Ende wünschen sich seine Widersacher schon länger, bisher haben sie aber immer den Kürzeren gezogen. Diesmal bekommt ihr es mit Scarecrow zu tun, der Gotham übernehmen will. Durch den Einsatz eines Nervengases schafft er es gleich zu Beginn des Spiels, die Bevölkerung aus der Stadt zu vertreiben. Ihr, in der Rolle von Batman, wollt dem Fiesling natürlich das Handwerk legen.
Doch Scarecrow bekommt Hilfe, denn seine rechte Hand, der Arkham Knight, stellt sich ebenfalls gegen euch. Das sorgt dafür, dass an jeder Ecke der Spielwelt Bedrohungen auf Batman lauern. Der Arkham Knight schickt hunderte Drohnen aus, die euch ins Grab bringen sollen. Batman hat auch diesmal wieder eine ganze Menge seiner Gadgets dabei, die ihm das Überleben sichern sollen. So darf die Batclaw nicht fehlen und auch der Batarang kommt nicht selten zum Einsatz. Da die bisherigen Gadgets aber nicht reichen, um mit einer ganzen Armee fertig zu werden, war Rocksteady so nett, das Batmobil ins Spiel zu verfrachten.

Damit bewegt ihr euch nicht nur schnell von A nach B, immerhin ist die Spielwelt etwa fünf Mal so groß wie die in Batman: Arkham City, sondern bekommt auch eine starke Waffe an die Seite gestellt. Auf Knopfdruck verwandelt sich das flinke Batmobil in einen Panzer, der über ein dickes Waffenarsenal verfügt. Die Steuerung des Batmobils ist aber eine Sache für sich. Ihr werdet ein wenig Zeit benötigen, um mit ihm gut zurecht zu kommen. Für die engen und regennassen Straßen ist das Batmobil schon fast zu schnell. Die Panzerversion des Fahrzeugs hingegen ist recht behäbig und das Ausweichen und Anvisieren der Gegner ein wenig umständlich.

Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase wisst ihr allerdings, wie ihr mit dem Schlachtschiff umgehen müsst und schafft es recht schnell, Teile von Arkham Knights' Armee auszuschalten. Da ihr aber nicht nur im Batmobil sitzt, warten auch viele normale Gegner auf den Fledermausmann. Das Kampfsystem ist dabei das, was ihr aus den Vorgängern bereits kennt. Somit bestehen Kämpfe wieder aus Angriffen und Konterattacken, was sich auch bei einer großen Anzahl an Gegnern sehr übersichtlich steuern lässt. Diesmal bekommt Batman sogar neue Fertigkeiten für den Kampf spendiert. Erstmals könnt ihr Umgebungs-Objekte einsetzen. Zwar nicht alle, sondern nur blau leuchtende, es ist aber ungemein hilfreich, einen Gegner im Sicherungskasten schmoren zu lassen und euch dann gleich um weitere zu kümmern.

Eine weitere Neuerung ist die Angst-Attacke. Gelingt es euch, euch an Gegner anzuschleichen, verfallen weitere in der Nähe in Angst. Ihr habt dann einen kurzen Moment die Gelegenheit, diese Angst zu nutzen und die Gegner durch schnelle Angriffe gleich ins Reich der Träume zu schicken.
Die Geschichte wird sehr gut erzählt und viele andere Storyfäden, die in den ersten Teilen gesponnen wurden, finden in Batman: Arkham Knight ihren Abschluß. Konzentriert ihr euch ausschließlich auf die Hauptgeschichte, könnt ihr mit etwa 15-20 Stunden Spielzeit rechnen. Dann habt ihr aber wirklich nur die Hauptstory erledigt, keine der unzähligen Nebenaufgaben. Da warten zum einen wieder Riddler-Rätsel auf euch, davon gleich hunderte. Mal müsst ihr Knobelaufgaben lösen, oder Rennen mit dem Batmobil absolvieren, der Riddler hat einige Aufgaben für euch bereitgestellt.

Damit aber nicht genug, denn immer wieder werdet ihr um Hilfe gebeten. So sollt ihr gleich zu Beginn einige verschleppte Feuerwehrleute befreien. Oder aber ihr spielt CSI: Gotham, denn selbst Leichen müssen diesmal untersucht werden. Welcher Aufgabe ihr nachgehen wollt, entscheidet ihr selbst. In einem Auswahlmenü sucht ihr euch aus, was als nächstes getan werden soll. Eine Zielmarke wird gesetzt und ihr macht euch auf, den Retter zu spielen. Spielt ihr alle Nebenmissionen und löst auch sämtliche Riddler-Rätsel, kommt ihr auf weit mehr als 40 Stunden Spielzeit, was sich sehen lassen kann.

Dabei bereist ihr ein grafisch imposantes Gotham. Zwar wird hier viel durch den Dauerregen und die dadurch entstehenden Spiegelungen künstlich erzeugt, euren Augen wird das aber egal sein. Gotham glänzt durch unzählige Details, an jeder Ecke gibt es etwas zu sehen. Viele Objekte dürfen untersucht werden und bieten euch Informationen und kleine Anekdoten aus den Vorgängern. Hier lohnt sich schon kurz nach Start des Spiels eine Reise durchs Polizei-Hauptquartier, in dem reichlich Waffen eurer früheren Feinde in der Aservatenkammer liegen. Die Hintergrundmusik und die Soundeffekte sind auch diesmal wieder sehr gut gelungen. Gleiches gilt auch für die deutschen Sprecher, die ihr zum Großteil aus den Batman-Filmen kennen werdet. Auf Wunsch könnt ihr aber auch die englische Fassung spielen, hierzu müsst ihr nur eure Systemsprache ändern. Die Steuerung ist gelungen, auch wenn ihr euch an das Batmobil langsam herantasten müsst.

Fazit:
Batman: Arkham Knight ist der gelungene Abschluß der Serie. Doch nicht nur das, die wunderschöne Grafik, die gebotene Abwechslung und die riesige Spielwelt sorgen gleich dafür, dass der Titel der beste Teil der Serie ist.
Auch wenn das Batmobil nicht leicht zu steuern ist, passt es sich sehr gut ins Spielgeschehen ein. Die Kämpfe laufen gewohnt actionreich ab, dafür bringen Riddlers' Knobelspiele eure grauen Zellen auf Trab. An jeder Ecke der Stadt gibt es Missionen, die ihr erfüllen könnt, aber nicht müsst.
Die Geschichte wird gut vorangetrieben und Scarecrow ist ein harter Widersacher. Trotzdem eignet sich der Titel auch für Neulinge, da ihr recht schnell ins Kampfsystem und den Rest der Steuerung hineinkommt. Fans der Serie kommen sowieso nicht um deren Abschluß herum. Aber auch alle anderen, die actionreiche Spiele lieben und sich gerne in einer offenen Spielwelt herumtreiben, sollten Batman: Arkham Knight in ihre Sammlung aufnehmen!

Media

  • Releasedatum: Dienstag, 23 Juni 2015
  • Preis: 38,35 €
  • Genre: Action
  • Altersfreigabe: USK: 16
  • Plattform(en): PS4, PC, Xbox One
  • Sprache(n): Deutsch