LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham

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Alle Jahre wieder... erscheint ein neues LEGO-Computer- und Konsolenspiel. Mindestens eins, denn inzwischen sind die Titel aus dem LEGO-Universum so beliebt, dass auch gerne mal zwei oder mehr von ihnen in einem Jahr in den Handel kommen. Auch wenn das Spielprinzip immer sehr ähnlich ist, wissen die Spiele mit ihrem Charme und einer guten Story zu überzeugen. Gelingt das auch LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham, oder stürzt die Fledermaus im hart umkämpften Weihnachtsgeschäft ab?

Die Erde wird wieder einmal bedroht. Der Cyborg Brainiac zieht mit seinem Raumschiff durchs Weltall und schnappt sich mit seinem Schrumpfstrahl eine Stadt nach der anderen von den vielen Planeten. Nun ist er an der Erde angelangt und will auch hier etwas für seine Sammlung mitnehmen. Doch Städte reichen ihm nicht mehr und so beschließt Brainiac, gleich den ganzen Planeten zu schrumpfen. Davon bekommen die Superhelden in Gotham und Metropolis Wind und setzen alles daran, Brainiacs Vorhaben zunichte zu machen.

Leider reichen diesmal die Superkräfte der Helden allein nicht aus, es mit dem Weltraumterroristen aufzunehmen. Daher holen sich Batman, Superman und Co. Hilfe von ungewohnter Seite: Sie "bitten" die Superschurken der Erde, mit ihnen gegen Brainiac zu kämpfen. Da die Schurken nicht dumm sind, wissen sie sehr wohl, dass sie keinen Planeten mehr hätten, auf dem sie ihre Schandtaten treiben können, wenn Brainiac diesen schrumpft. Und deswegen, wenn auch nur sehr bedingt freiwillig, arbeiten in LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham Gut und Böse zusammen.

Das ist die Geschichte, die ihr in LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham erwarten könnt. In 15 Missionen und einer Bonusmission nutzt ihr die Kräfte von gut 150 sammelbaren Charakteren, um Brainiac zu stoppen. Der Spielaufbau ist dabei in großen Teilen so, wie ihr ihn bereits aus anderen LEGO-Spielen kennt: Zu Beginn könnt ihr nur die Missionen als Geschichte spielen. Habt ihr eine Mission absolviert, steht diese auch im freien Spiel zur Verfügung. Seid ihr in der Geschichte noch an die Charaktere gebunden, die euch das Spiel vorgibt, könnt ihr im freien Spiel selbst entscheiden, mit welchen Helden oder Schurken ihr die Mission lösen wollt.

Und das ist nicht unwichtig, denn es gibt in jeder Mission wieder viele sammelbare Objekte und Charaktere zu finden. Diese könnt ihr nicht alle sammeln, wenn ihr das Spiel nur mit den Geschichts-Missionen spielt, denn die dortigen Charaktere verfügen nicht über alle Fertigkeiten, die ihr zum Beispiel zum Öffnen von bestimmten Kisten benötigt. Silberne Gegenstände lassen sich nur mit Bomben aufsprengen, goldene nur mit einem Feuerstrahl zerstören und bei blauen Objekten müsst ihr mit Magnetkräften arbeiten. Hiervon gibt es noch mehrere andere Dinge, für die ihr bestimmte Kräfte einsetzen müsst. Daher lassen sich die Minikits, die roten Steine, die Charaktermarken und die Stan Lees' nur im freien Spiel komplettieren.

Das Spiel besteht jedoch nicht nur aus den 16 Missionen, sondern bietet einiges mehr. Leider fehlt auch diesmal wieder eine echte, offene Welt. Dafür dürft ihr, nachdem ihr die Geschichte komplett durchgespielt habt, auf viele Planeten reisen. Auf diesen warten dann wieder viele Einzelaufgaben auf euch, die es zu lösen gilt. Auch bei diesen Aufgaben ist es immer wichtig, den richtigen Charakter mit den entsprechenden Kräften einzusetzen. Habt ihr diesen noch nicht freigespielt, könnt ihr die entsprechende Aufgabe erst zu einem späteren Zeitpunkt lösen. Als Beispiel nennen wir hier Atom. Es gibt einige Aufgaben, für die ihr durch winzige Löcher schlüpfen müsst. Nur Atom kann sich allerdings verkleinern, andere Charaktere kommen an diesen Stellen dann nicht weiter.

Bis ihr das Spiel komplett durchgespielt, alle Charaktere und goldenen Steine gesammelt habt und jede Aufgabe gelöst ist, wird daher viel Zeit verstreichen. Rechnet mit gut 40-50 Stunden, die ihr mit dem Titel verbringen könnt. Und wenn ihr im Abspann des Spiels und in einigen Szenen gut aufpasst, erfahrt ihr vielleicht sogar, welcher LEGO-Titel als nächstes auf euch wartet.

Optisch kann sich LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham sehen lassen. Hübsche Spiegelungen, nette Rauch- und Lichteffekte und mehr erstrahlen auf der PlayStation 4. Wie es bei den Versionen der alten Konsolengeneration aussieht, können wir leider nicht sagen, da uns hierzu kein Testmuster zur Verfügung stand. Auf den Konsolen der aktuellen Generation kann sich LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham auf jeden Fall sehen lassen und läuft auch durchgehend flüssig. Auch der Sound geht vollkommen in Ordnung, viele Jingles der einzelnen Superhelden sind im Spiel vorhanden. Zudem wandeln einige der Charaktere den bekannten Batman-Jingle für ihre Figur ab. Die Sprecher erledigen ihren Job ebenfalls sehr ordentlich, wodurch die entsprechende Atmosphäre ins Spiel kommt.

Die Steuerung ist sehr simpel, wie man es von LEGO-Spielen gewohnt ist. Die Tasten sind übersichtlich belegt, wilde Kombinationen müsst ihr hier nicht auswendig lernen. Leider kann man auch LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham wieder nur offline spielen, wahlweise alleine oder mit einem weiteren Spieler im Splitscreen. Wer also auf eine Online-Funktion für das Zusammenspiel hofft, wird auch diesmal wieder enttäuscht.

Fazit:
LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham ist ein gelungener Titel der LEGO-Spieleserie geworden. Auch wenn es diesmal wieder keine Filmvorlage gab, ist Traveller's Tales die Geschichte gut gelungen. Ob es Brainiac am Ende gelingt, die Erde zu schrumpfen, oder ob die Helden und Schurken das verhindern können, erfahrt ihr natürlich nur, wenn ihr das Spiel spielt, verraten werden wir hier nichts.
Die Missionen bieten viel Abwechslung und auch das Reisen auf die diversen Planeten nach dem ersten Durchspielen macht Spaß. Auf den Planeten warten viele kleine Aufgaben, die es zu lösen gilt, wenn ihr das Spiel zu 100% durchspielen möchtet. Jede Menge goldener Steine wollen gefunden oder erspielt werden und auch die 150 Charaktere können sich sehen lassen. Auch wenn diese oftmals über gleiche Fertigkeiten verfügen, wird hier wohl jeder seinen Lieblingshelden oder -schurken finden.
LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham richtet sich zwar wieder eher an die jüngeren Spieler, da die Rätsel nicht sonderlich schwer sind, aber auch ältere Spieler werden mit diesem Titel viel Spaß haben, zumal er eine lange Spielzeit bietet. Wir können LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham daher nur empfehlen, auch wenn eine echte, offene Spielwelt diesmal leider fehlt.

Media

  • Releasedatum: Donnerstag, 13 November 2014
  • Preis: 29,99 €
  • Genre: Action-Adventure
  • Altersfreigabe: USK: 6