The Legend of Zelda: The Wind Waker HD

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Link hat Geburtstag. Seine Oma plant eine Geburtstagsparty für ihn, zu der alle Bewohner der kleinen Insel kommen sollen. Sie hat zudem ein ganz besonderes Geschenk für den kleinen Link, denn der ist endlich alt genug, das Heldenkostüm zu tragen. Doch aus der Feier wird nichts. Als ein riesengroßer Vogel Links kleine Schwester schnappt und entführt, schnappt sich Link sein Kostüm, Schwert und Schild und macht sich an Bord eines Piratenschiffes und auf die Suche nach der Schwester.

Dies ist die Story, die euch in The Legend of Zelda: The Wind Waker HD erwartet. Wem der Titel nun bekannt vorkommt: Richtig, es ist die Neuauflage des gut 10 Jahre alten Gamecube-Zeldas, allerdings mit neuen Funktionen und in HD-Optik. Link und die Piraten finden sehr schnell eine kleine Insel, auf der Links Schwester gefangengehalten wird. Link versucht, sie zu befreien, scheitert jedoch bei diesem Versuch. So wird Link kurzerhand von den fiesen Typen von der Gefängnisinsel geworfen und kommt erst am kommenden Morgen wieder zu sich.

Als plötzlich das kleine Boot, in dem er liegt, mit ihm spricht, traut er erst seinen Augen und Ohren nicht. Schnell gewöhnt er sich jedoch an die neue Situation und seinen neuen Begleiter, der ihn über die Meere bringen wird. Auf diesen verbringt ihr in The Legend of Zelda: The Wind Waker HD einen Großteil der Zeit, denn viele Inseln wollen entdeckt und Schätze geborgen werden. Natürlich bleibt das Hauptziel, eure Schwester zu retten, aber ohne die richtige Ausrüstung und Vorbereitung wird das nicht klappen.

Eine Neuerung der Wii U-Version lernt ihr recht schnell kennen. Sobald ihr den merkwürdigen Tingle ausfindig gemacht habt, könnt ihr Flaschenpost versenden und empfangen. Sprich: Ihr legt eine Nachricht in eine Flasche, werft sie ins Meer und ein anderer The Legend of Zelda: The Wind Waker HD-Spieler wird sie bei sich im Spiel finden. Gleiches gilt auch für die Flaschen, die andere Spieler ins Meer werfen, denn diese werden auch bei euch angespült. Somit kommt es zu teils recht lustigen Nachrichten, die im Meer umherschwimmen.

Ebenfalls neu ist ein neues Segel für euer Boot. Im Vergleich zur Gamecube-Version seid ihr mit diesem nämlich um einiges schneller auf dem Wasser unterwegs, was gerade bei langen Reisen jede Menge Zeit spart. Trotzdem werdet ihr den Großteil des Spiels auf dem Wasser zubringen. Mit der Fotobox, die ihr nach einiger Zeit bekommt, dürft ihr nun Bilder im MiiVerse austauschen. Sogar ein Selbstportrait mit Link ist möglich, wunderschönen Aufnahmen steht also nichts mehr im Wege.

Weiterhin gibt es nun einen neuen Schwierigkeitsgrad. Während der normale recht einfach ist, dürft ihr euch im neuen nicht viele Fehler leisten. Findet ihr im normalen nämlich noch Kristalle und Herzen, indem ihr z.B. Gras abmäht, ist dies im schweren nicht mehr der Fall. Daher ist es schwer, verlorene Energie aufzufüllen. Auch die Gegner sind wesentlich schwerer und richten mehr Schaden an, als im normalen Modus.

Bis auf die aufpolierte Optik und die neuen Licht- und Schatteneffekte war es das aber auch schon weitestgehend mit Neuerungen. Leider wurden die Rätsel nicht überarbeitet. Da diese nicht mehr ganz auf dem heutigen Stand sind, kann beim ein oder anderen hierbei Langeweile aufkommen. Zudem sollten alle, die den Titel bereits auf dem Gamecube durchgespielt haben überlegen, ob ihnen die Neuerungen die erneute Anschaffung wert sind.

Dank dem Gamepad der Wii U ist der eigentliche Spielbildschirm nun wesentlich aufgeräumter. Die Karte könnt ihr euch auf dem Gamepad anzeigen lassen und auch auf Items greift ihr auf diese Art und Weise schnell zu. Selbst das Belegen der Tasten geschieht nun durch simples Verschieben auf dem Gamepad. Die übrige Steuerung geht mit dem Gamepad leicht von der Hand, wer mag, kann das Spiel auch mit dem Pro-Controller spielen.

Neben der verbesserten Optik bleibt noch der Sound. Leider gibt es nach wie vor keine Sprachausgabe. Bis auf ein "Hey" oder andere kleine gesprochene Worte bleiben die Charaktere stumm. Die Sounduntermalung ist zeldatypisch und kommt beschwingt daher.

Fazit:
The Legend of Zelda: The Wind Waker HD ist mit Sicherheit kein schlechtes Spiel, leidet jedoch unter der Linearität und dem Rätseldesign. Die Aufgaben in den Tempeln entsprechen einfach nicht mehr dem, was man heutzutage erwartet, wodurch das Spiel selbst auf dem schweren Schwierigkeitsgrad für Vielspieler zu leicht ist.
Die Neuerungen halten sich in Grenzen, wobei die Sache mit der Flaschenpost ein witziges Goodie ist. Die Steuerung mit dem Gamepad geht gut von der Hand, die Belegung wurde sinnvoll gestaltet. Dass ihr den Titel auch komplett aufs Gamepad verlagern könnt, sollte der Fernseher besetzt sein, muss man bei Wii U-Spielen kaum noch erwähnen.
All die, die The Legend of Zelda: The Wind Waker HD bisher nicht gespielt haben, können bedenkenlos zugreifen. Die, die den Titel schon vom Gamecube her kennen, sollten sich gut überlegen, ob ihnen die wenigen Neuerungen die erneute Anschaffung wert sind. Optisch macht The Legend of Zelda: The Wind Waker HD jedoch alles richtig.

Media

  • Releasedatum: Freitag, 04 Oktober 2013
  • Genre: Action-Adventure
  • Altersfreigabe: USK: 6
  • Plattform(en): Wii U
  • Sprache(n): Deutsch