NBA 2K14

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Während die Sportarten Fußball, Eishockey und Football von EA und zumindest beim Fußball auch von Konami abgedeckt werden, bringt 2K Sports Jahr für Jahr einen neuen Ableger der Basketballreihe NBA 2K in den Handel. So auch in diesem Jahr, wobei NBA 2K14 einige Neuerungen verspricht. Ob diese sinnvoll ins Spiel gebracht wurden, welche neuen Spielmodi auf euch warten und ob sich das jährliche Update lohnt? Lest selbst!

Die größte Neuerung der diesjährigen Version gleich zu Beginn. Nicht mehr Jay Z wurde als Experte herangezogen, sondern diesmal schnappte sich 2K direkt den wohl derzeit besten Basketballer der Welt: LeBron James. Und dieser ist nicht nur auf der Verpackung des Spiels zu bestaunen, sondern bekommt gleich seinen eigenen Spielmodus. In seinem "Path to Greatness" übernehmt ihr in einem von zwei Spielmodi entweder die Miami Heat, bei denen LeBron James bekannterweise spielt, oder aber ihr erstellt Fantasy-Teams, wobei ihr LeBron einem von diesen zuordnet.

Natürlich ist dieser Spielmodus für all die, die diesen Spieler, warum auch immer nicht mögen, recht uninteressant, aber man kann es eben nie jedem Recht machen. Aber für alle, die nichts mit ihm anfangen können, gibt es auch in diesem Jahr wieder jede Menge Spielmodi, die für monatelangen Spielspaß sorgen. Neben dem schnellen Spiel, welches man nicht nur gegen einen Freund an einer Konsole bestreiten kann, sondern auch online gegen andere Spieler, gibt es unter anderem die Karriere. Für diese erstellt ihr wie gewohnt einen eigenen Spieler, den es in die NBA Ruhmeshalle zu bringen gilt.

Leider wurde gerade in diesem Spielmodus am wenigsten im Vergleich zum letztjährigen Ableger verändert. Viele Interviewfragen werden euch daher genauso bekannt vorkommen, wie die Fragen der Teams, die euch draften wollen. Auch bei den Reportern im Interviewraum kommt es noch immer dazu, dass diese oft gleich aussehen. So solltet ihr euch nicht wundern, wenn Sechslinge der schreibenden Zunft angehören, dabei sogar die selben Klamotten tragen.

Gut, dies sind Kleinigkeiten, über die hier gemeckert wird, aber sie gehören halt auch zum Spiel. Bei diesen Punkten bin ich übrigens auf die Versionen für PS4 und Xbox One gespannt, ob hier etwas geändert wurde.

An der eigentlichen Präsentation des Spiels gibt es jedoch nichts zu rütteln. Zwar sehen einige Spieler noch immer nicht sehr hübsch modelliert aus und auch das Publikum könnte eine Auffrischung vertragen, das restliche Spiel wirkt jedoch wie aus einem Guß. Flüssige Spielzüge, klasse Ballphysik und realistische Animationen sorgen dafür, dass NBA 2K14 nach wie vor zu den optisch eindrucksvollsten Sportspielen auf der auslaufenden Konsolengeneration gehört.

Eine weitere Neuerung betrifft in diesem Jahr die Steuerung, die massiv umgekrempelt wurde. Selbst Kenner der Reihe werden einige Stunden benötigen, mit der Zwei-Stick-Steuerung zurecht zu kommen. Dafür sind dann aber Spielzüge und Dribblings möglich, die vorher nicht machbar gewesen wären. Um mit der neuen Steuerung klar zu kommen, solltet ihr die diversen Trainigsmodi von NBA 2K14 aufsuchen.

Optisch ist der Titel wie bereits erwähnt, eine runde Sache. Das gilt auch für den Sound. Nicht nur die eigentlichen Spielgeräusche können sich hören lassen, mit der Titelauswahl für den Soundtrack beweist 2K wieder einmal, dass sie es einfach drauf haben. Ob nun aktuelle Titel wie "Get Lucky" von Daft Punk oder von Robin Thicke "Blurred Lines", sind auch ältere Kracher wie z.B. "In the Air tonight" von Phil Collins zu hören. Die Gesamtauswahl sorgt dafür, dass ihr kaum eigene Musik ins Spiel bringen wollt, auch wenn dies machbar ist.

Die vielen Kameraschwenks, die gelungene Kollisionsabfrage und mehr sind es, die eine Atmosphäre auf den Bildschirm zaubern, die ihresgleichen sucht. Wer nur schnell mal am Spielenden vorbeigeht, wird denken, eine Baskettballübertragung zu sehen. Neben der NBA-Teams haben es diesmal übrigens auch 14 Teams der Euro-League ins Spiel geschafft. Leider merkt man hier, dass nicht auf aktuelle Teams der Liga gewartet wurde. So ist als deutscher Vertreter Alba Berlin im Spiel, die jedoch dieses Jahr nicht in der europäischen Liga mitmischen.

Fazit:
NBA 2K14 bietet von allen Sportspielen die imposanteste Präsentation und schafft es, den heimischen Fernseher zur Basketball-Arena zu machen. Bis auf wenige Ausnahmen entsprechen die Spieler optisch ihren realen Vorbildern. Die Kollisionsabfrage ist sehr genau und verhindert merkwürdige Spielzüge. Geniale Dribblings und Dunks sind es aber, die ihr mit der neuen Steuerung aufs Parkett legen könnt. Zwar braucht man eine Weile, um sich an diese zu gewöhnen, dann ermöglicht sie jedoch Spielzüge, die in Vorgängern kaum machbar gewesen wären.
Der Spielmodus mit LeBron James ist Geschmackssacke. Wer kein Fan der Miami Heat oder noch schlimmer, von LeBron James ist, meidet den Spielmodus vermutlich. Doch auch dann bietet NBA 2K14 mehr als genug. Neben der Karriere und den vielen Onlinemöglichkeiten kann auch jederzeit ein schnelles Spiel zu zweit an einer Konsole gespielt werden.
Optisch werden die Versionen für PS4 und Xbox One vermutlich denen der aussterbenden Konsolengeneration noch eins draufsetzen. Wir werden auf jeden Fall versuchen, den Titel auch für die kommende Konsolengeneration unter die Lupe zu nehmen. Bis dahin wird es aber noch etliche Stunden geben, die ich in NBA 2K14 verbringe, denn immerhin soll mein Spieler ja noch in die NBA Ruhmeshalle aufgenommen werden. Für alle, die mit Sportspielen etwas anfangen können, ist NBA 2K14 ein absolutes Muß. Und auch die, die dieses Genre eventuell weniger mögen, sollten sich das Spiel einmal näher ansehen, denn alleine die mehr als gelungene Präsentation macht es spielenswert!

  • Releasedatum: Freitag, 04 Oktober 2013
  • Preis: 5,95 €
  • Genre: Sport
  • Altersfreigabe: USK: 0
  • Plattform(en): PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, PC
  • Sprache(n): Deutsch