Need for Speed: Rivals

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Die Need for Speed-Spiele gehören zu den Titeln, bei denen ein neuer Titel pro Jahr quasi sicher ist. Leider führte dies in den letzten Jahren dazu, dass die Spiele nicht mehr an ihre alte Klasse heranreichten. Immer wieder wurde das Entwicklerstudio gewechselt, leider mit wenig Erfolg. Nun gründete EA kurzerhand ein neues Studio, welches für den neuesten Need for Speed-Ableger zuständig ist. Ob die Serie damit wieder zur alten Klasse zurückkommt, oder ob auch das neue Studio die "Karre vor die Wand setzt"? Lest selbst!

Wir haben uns den Titel sowohl für die PlayStation 3 als auch für die PlayStation 4 angesehen. Auf einzelne Unterschiede gehen wir weiter unten im Test ein, inhaltlich gibt es nämlich keine Abweichungen.

Redview County, ein beschauliches Stückchen Erde. Viel ländliche Gegend, ideal zum Entspannen. Eigentlich ja, zumindest dann, wenn Redview County nicht das Problem mit Rasern hätte, die die dortigen Straßen unsicher machen. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, wurden modernste Polizeieinheiten in die ansonsten ruhige Gegend verlegt. Wie ihr seht, rast ihr diesmal nicht durch Großstädte, sondern durch eher abgelegene Gegenden. Ihr schlüpft wahlweise in die Rolle eines Rasers, oder aber ihr stellt euch auf die Seite der Gesetzeshüter, um den Straßenrowdies Einhalt zu gebieten.

Keine Sorge, ihr müsst euch nicht permanent für eine der beiden Seiten entscheiden, sondern werdet vom Spiel sogar dazu aufgefordert, beide kennenzulernen. Denn genau so startet Need for Speed: Rivals: Ihr steht vor der Wahl, ob ihr als Racer oder Polizist spielen möchtet, werdet nach der kurzen Einführung der einen Seite aber auch mit der anderen vertraut gemacht. Innerhalb der jeweiligen ersten Mission ist es eure Aufgabe, einige kleinere Aufgaben zu erfüllen. Habt ihr dies geschafft und beide Seiten kennengelernt, liegt es an euch, auf welcher ihr spielen möchtet.

Auf beiden Seiten wartet eine Kampagne auf euch, in die ihr zusammen etwa 15 Spielstunden investieren werdet. Hier schaltet ihr dann neue Fahrzeuge frei, rüstet diese mit Tuningteilen oder Waffen aus. Beim Thema Waffen solltet ihr jedoch nicht an Bordkanonen denken, sondern eher an Nagelbänder, EMPs und Schockwellen, da die Polizei die Raser nicht nur rammen will. Leider zeigt sich schon hier der erste kleine Nachteil von Need for Speed: Rivals: Es gibt einfach zu wenig Fahrzeuge und deren Aufwertung geschieht kaum sichtbar. Ihr tunt euren Wagen, dessen neue Werte werden euch anhand eines Diagramms angezeigt - mehr solltet ihr optisch nicht erwarten.

Vorbei sind die Zeiten, in denen ihr wie in Need for Speed: Underground auch optische Verbesserungen/Verzierungen verbauen durftet. Das dies nicht mehr so ist, trübt den Spielgenuß ein wenig. Auch die Menge der Fahrzeuge ist mit etwas über 20 pro Seite recht gering ausgefallen. Gut, hier findet ihr trotzdem für jeden Geschmack etwas, aber trotzdem fehlt dem Spiel hierdurch das gewisse Etwas.

Egal ob ihr als Raser oder Polizist unterwegs seid, ist eure Hauptaufgabe, Speedpoints zu sammeln. Dies gelingt, indem ihr Missionsbedingungen erfüllt, besonders gut fahrt, dem Gegenverkehr nur knapp ausweicht und durch viele andere Kleinigkeiten. Diese Speedpoints könnt ihr dann in neue Fahrzeuge und deren Ausrüstung investieren. Jedoch bekommt ihr die gesammelten Speedpoints nicht sofort gutgeschrieben, sondern nur dann, wenn ihr es ins Versteck oder ins Polizeiquartier schafft. Schnappt euch - solltet ihr als Raser spielen - jedoch die Polizei, oder wird euer Fahrzeug vernichtet (wenn ihr auf Seiten der Cops spielt), sind die hart erkämpften Speedpoints futsch.

Das wäre eigentlich kein Problem, wenn da nicht der Multiplayer-Modus wäre. Auch in Need for Speed: Rivals greift das schon aus Most Wanted bekannte Alldrive-System. Sprich: Es sind immer andere Spieler in eurem Spiel unterwegs, es gibt nicht die Möglichkeit, dies abzuschalten. Und leider können diese Spieler auch immer sehr direkt in Missionen eingreifen, an denen ihr gerade spielt. Dieser Umstand erschwert das Spiel ungemein, was nicht nötig gewesen wäre. Natürlich werden die Straßen hierdurch belebt, wirkliche Vorteile bringt dies jedoch nicht. Natürlich könnt ihr so jederzeit Rennen gegen andere Spieler starten, aber dies hätten die Entwickler auch anders umsetzen können.

Dafür gibt es keine Lobby, in der ihr gemütlich auf andere Spieler warten könnt. Der Multiplayer-Part ist somit immer fester Bestandteil des Spiels, ob ihr wollt oder nicht.

Die PS3-Version sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus. Leider schleichen sich immer wieder Ruckler ein und das Kantenflimmern ist auf Dauer nicht sehr schön. Die Fahrzeugmodelle können sich trotzdem sehen lassen. Im direkten Vergleich zur PS4 schneidet die PS3-Version jedoch schlechter ab.

Besonders die Wettereffekte, seien es nun Regentropfen, Schneeflocken oder umherwehende Blätter, sind sehr gelungen und bringen viel Atmosphäre ins Spiel. Der Soundtrack hingegen fällt ein wenig mager aus, denn die Titel wiederholen sich doch sehr schnell. Die Steuerung ist gewohnt arcadelastig, die Fahrzeuge lassen sich auch bei hohen Geschwindigkeiten recht gut unter Kontrolle halten.

Fazit:
Need for Speed: Rivals ist sicher kein schlechtes Spiel, kommt jedoch auch diesmal wieder nicht an die Highlights der Serie ran. Besonders der Pflicht-Multiplayerpart ist ab und an nervig. Wenn ihr wegen anderen Spielern immer und immer wieder an einer Mission scheitert, steigt der Frustfaktor recht schnell an.
Auch diesmal schlagt ihr euch mit der sogenannten Gummiband-KI herum, wirklich wegfahren könnt ihr den CPU-gesteuerten Fahrzeugen demnach nicht. Die Kampagne bietet mit etwa 15 Spielstunden zwar einen guten Umfang, nur leider gibt es danach kaum einen Grund, Need for Speed: Rivals immer und immer wieder einzulegen. Dafür sind zu wenig Fahrzeuge und Tuningoptionen im Spiel, die Langzeitmotivation fehlt einfach.
Trotzdem machen die Rennen Spaß und die Geschwindigkeit wird dem Spieler gut vermittelt. Wer die Wahl hat, greift zur PS4-Version, da diese einfach schöner aussieht und wesentlich flüssiger läuft.

Media

  • Releasedatum: Donnerstag, 21 November 2013
  • Preis: 19,99 €
  • Genre: Rennspiel
  • Altersfreigabe: USK: 12
  • Plattform(en): PS3, PS4
  • Sprache(n): Deutsch

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