Alien Breed 2: Assault

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Seit Ende September ist nun Alien Breed 2: Assault als Download erhältlich und Chefingenieur Conrad kämpft sich in der Fortsetzung weiter auf einem Geisterschiff durch Horden von Aliens, um dieses zu zerstören. Das Geisterschiff hat sich mit dem Raumschiff des Hauptprotagonisten, der Leopold, verkeilt und Conrad macht sich auf den Weg, um das Problem zu lösen. Werden ihn die Aliens von seinem Vorhaben abhalten oder wird Conrad das schier Unmögliche möglich machen und sich gegen die Brut behaupten können? Diese Frage wird uns in fünf umfangreichen Levels beantwortet werden.

Zu Beginn des Spieles öffnet sich zunächst das Hauptmenü, in dem die Auswahl zwischen Einzelspieler oder Koop-Angriff getroffen werden muss. Zudem lassen sich hier auch die Online-Bestenlisten einsehen, in denen ihr aber erst erscheint, sobald ihr eine Sache abgeschlossen habt und dafür Punkte erhaltet. Die Erfolge, Hilfe und Optionen sowie das Spiel verlassen sind auch noch auswählbar.

Im Einzelspieler-Modus habt ihr die Möglichkeit, entweder die Story zu spielen, ein freies Spiel auszuwählen oder im Survivor-Modus anzutreten. Auch wenn die Kapitel im freien Spiel die gleiche Bezeichnung haben, wie die Kapitel im Storymodus, sind diese nicht identisch. Es lohnt sich also auf jeden Fall, auch mal in den freien Modus reinzuschauen, allerdings gibt es dort weder die Möglichkeit zu speichern, noch erhaltet ihr für den Abschluss eines Kapitels Punkte. Der Survivor-Modus ist in drei Abschnitten spielbar. Hier geht es darum, möglichst lange gegen die Angriffswellen der Aliens standzuhalten und dafür möglichst viele Punkte zu erreichen. Allerdings ist dieses kein leichtes Unterfangen und benötigt schon eine Portion Geduld, um dieses zu meistern. Im Koop-Modus könnt ihr auch spielen. Hierzu lässt sich sagen, dass speziell der Survivor-Modus mit einem Freund an der Seite, gehörig Spaß machen kann.

Doch nun rein in Alien Breed 2: Assault. Diese düstere Atmosphäre lässt einem gleich einen Schauer über den Rücken laufen. Die Bereiche sind recht dunkel gehalten, doch man ist mit einer Taschenlampe ausgerüstet und somit lassen sich wenigstens Teilbereiche besser erkennen. Mit dem linken Stick bewegen wir Conrad, mit dem rechten Stick lassen sich in Form eines roten Laserstrahles die Gegner anvisieren. Geschossen wird mit RT und für den Nahkampf lässt sich der B-Knopf nutzen. Mit Y lädt man nach, mit X rennt man und mit A wird interagiert. Die Geräuschkulisse und die Musikeinspielungen passen perfekt zu dieser düsteren Stimmung und tragen deutlich dazu bei. Alle Aliens geben unterschiedliche Laute von sich, bevor sie schlüpfen oder plötzlich aus der Wand oder dem Boden erscheinen. Wer also gut aufpasst, wird hören können, welcher Gegner in Kürze auf einen losstürmt. Schlecht finde ich, dass die Aliens im Laufe des Spieles immer gleich sind. Es gibt vielleicht fünf oder sechs verschiedene Gegner, da hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht.

Mit dem Steuerkreuz lassen sich Waffen und Gegenstände wechseln, wobei die Gegenstände dann erst mit LT verwendet werden. Waffen gibt es leider auch nicht viele. Insgesamt sechs, die man aber auch erst nach und nach im Laufe des Spieles erhält. Die passende Munition braucht man natürlich auch, lediglich die Blasterpistole besitzt unendliche Munition. Eure Ansicht, die quasi als Vogelperspektive dargestellt ist, könnt ihr durch Drücken von LB und RB drehen. Das geschieht in 20%-Schritten. Eine Feineinstellung beim Anvisieren der Gegner gibt es also nicht. Trotzdem ist dadurch das Anvisieren kein großes Problem, da ihr oben rechts auf dem Bildschirm auch noch einen Radar seht, der euch eure Gegner in Form von roten Punkten anzeigt, sodass ihr gleich wisst, aus welcher Richtung der nächste Gegner kommt und in welche Richtung ihr somit zielen müsst. Was mir überhaupt nicht gefällt, ist aber die Tatsache, dass nach jeder kleinen Filmsequenz die Kamera mit einem anderen Blickwinkel automatisch wieder anders eingestellt wird. Dreht man sich nach den Sequenzen seine zuvor eingestellte Ansicht nicht wieder zurück, verliert man schneller die Orientierung.

Während des Spieles findet ihr gelegentlich Index-Terminals. Diese dienen zum Kauf und Verkauf von Munition und Gegenständen wie Medipacks, Granaten oder Rüstung. Zudem kann man hier seine Waffen durch ein Schnellfeuermodul, Ladebeschleunigungsmodul oder Schadensturbomodul tunen. Das Upgraden ist auch für Gegenstände möglich. Doch hier muss man sehr gut wirtschaften, da Geld in diesem Spiel eher Mangelware ist und die Erweiterungen sehr teuer sind. Mit der Back-Taste gelangt ihr in euer Inventar und auf eine große Karte, die euch das komplette Areal anzeigt. Hier seht ihr auch eure Log-Einträge, die ihr im Laufe des Spieles finden könnt. Verraten kann ich auch, dass ihr im Spiel Geheimnisse finden werdet.

Was passiert eigentlich genau in Alien Breed 2: Assault? Tja, um ehrlich zu sein, nicht viel. Im Grunde rennt ihr im ganzen Spiel von A nach B und bewältigt zwischenzeitlich die Aliens. Das sind an speziellen Orten schon mal ein paar mehr. Meist dort, wo ihr etwas zu erledigen habt, ansonsten springen eure Gegner vereinzelt aus dem Boden oder aus den Wänden. Ihr müsst Sicherungen suchen, Ventile drehen, Aggregate anstellen, Plattformen aktivieren etc. Dieses geschieht immer durch Drücken der A-Taste, wobei sich dann ein grüner Balken füllen muss. Sollte euch also in dieser Zeit ein Angriff überraschen, müsst ihr die Aktion wieder abbrechen. Sobald die Aktion beendet ist, eröffnet sich wieder ein neuer Weg. Ich hätte es besser gefunden, diese Dinge mehr als Rätsel zu verpacken, aber es geht wirklich nur darum von A nach B nach C zu rennen, wieder zurück zu B, dann wieder nach C und nun öffnet sich die nächste Tür oder Brücke. Das macht das Spiel durchgehend sehr eintönig. Okay, ab und an muss man mal einen Weg durch eine Glasscheibe suchen oder sich den Weg durch Sprengstoff öffnen. Dies geschieht aber leider viel zu selten. Ob hier jeder seinen Spielspaß behält, ist in Frage zu stellen.

Auf den Wegen findet ihr auch Spinde, Geld auf dem Boden oder Leichen, die ihr plündern könnt. Doch auch für diese Aktionen muss man etliche Sekunden den A-Knopf drücken, bis solche Dinge erledigt sind und der grüne Balken voll ist. Das trübt nochmals ein wenig den Spielspass. Zumal es auch hier schöner gewesen wäre, sich ein paar Dinge mehr einfallen zu lassen, wo und wie man Gegenstände bekommen kann. Lediglich Spinde und Leichen zu durchsuchen, ist in meinen Augen zu wenig.

Dank der Unreal 3 Engine sieht der Titel für ein Arcade-Game optisch richtig gut aus. Die Sequenzen sind wirklich gut gemacht und auch im normalen Spielverlauf lässt sich das Ergebnis sehen. Und somit ist also auch in Arcade-Games mehr möglich als dass, was uns mitunter sonst so angeboten wird. Grafikbugs sind mir im ganzen Spiel nicht aufgefallen.

Zum Sound habe ich mich ja anfangs schon geäußert. Passt sehr gut in die Atmosphäre des Spieles und es sind musikalisch natürlich etwas härtere Töne zu hören. Conrad lässt sich eigentlich problemlos bewegen. Einziges Manko ist, dass im Spiel sehr viele Gegenstücke auf dem Boden liegen, an denen man öfters hängenbleibt. Aber das hat ja mit der eigentlichen Steuerung nichts zu tun. Sowohl Conrad, wie auch das Anvisieren der Gegner lassen sich ohne Probleme steuern.

Hier und da bekommt ihr es im Verlauf des Spiels auch mit Bosskämpfen zu tun. Die sind grafisch ganz gut in Szene gesetzt, allerdings passiert hier auch nicht mehr, als simples draufschießen. Zudem gibt es auch hiervon viel zu wenige im Spiel. Wenigstens ein Boss-Kampf pro Level wäre wohl angebracht gewesen.

Nach jedem abgeschlossenen Kapitel erhaltet ihr eure Punkte, die dann auch in den Online-Bestenlisten zu finden sind. Diese errechnen sich beispielsweise aus eurer gebrauchten Zeit, eurem zugefügten Schaden oder der Anzahl der Todesstösse. Der Schaden, den ihr genommen habt, wird allerdings auch wieder abgezogen.

Alien Breed 2: Assault bietet eine Spielzeit von rund 60 bis 90 Minuten für jedes der fünf Kapitel. Es gibt 12 Erfolge und damit 200 Gamerpunkte zu erreichen. Der Titel ist für 800 MS-Points auf Xbox Live Arcade erhältlich.


Fazit:
Meiner Meinung nach hat das Spiel deutliche Höhen und Tiefen. Während Grafik und Sound im Einklang harmonieren und somit eine richtig gute Atmosphäre verbreiten, ist im Gegensatz dazu der Spielablauf viel zu eintönig. Hier rückt der Koop-Modus wieder ins Licht, der dann doch noch viel Spielspass bereitet. Ich finde, der Einzelspielermodus ist ein paar Stunden spielbar, doch nachdem man dann schnell merkt, dass nichts wirklich Neues mehr passiert, lässt die Motivation stark nach und man sehnt sich dem Ende des Spieles entgegen, in der Hoffnung, dass einem vielleicht doch noch etwas außergewöhnliches über den Weg läuft. Aber dem ist leider nicht so. Alien Breed 2: Assault ist grundsätzlich eines des besseren Arcade-Games für einen kurzzeitigen Shooter-Spaß, doch Langzeitmotivation ist, zumindest bei mir, leider nicht aufgekommen.
Tester: Marcus von Reth