G-Force: Agenten mit Biss

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Eine geheime Eliteeinheit aus Meerschweinchen erfüllt mithilfe von Hightech-Ausrüstung und Spezialtalenten eine gefährliche Mission für die Regierung. Als letzte Hoffnung der Menschheit versuchen sie mit ihrer Spezialausrüstung, ihren Tarnkünsten und guter Zusammenarbeit diese Mission zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Das Spiel basiert auf dem gleichnamigen Film von Walt Disney Pictures und Jerry Bruckheimer, es bietet allerdings Waffen, Gegner und Feinde, die nicht im Film zu sehen sind. Wie sich die Meerschweinchen nebst Verstärkung auf der Microsoft-Konsole präsentieren, erfahrt ihr beim Weiterlesen.

Beim Start des Spiels landet ihr im Hauptmenü, in dem ihr ein neues Spiel beginnen, einen Spielstand laden und die Optionen sowie die Credits aufrufen könnt. Ein besonderes Augenmerk solltet ihr dabei den Optionen widmen, denn neben vielen anderen Einstellungsmöglichkeiten könnt ihr hier auf den 3D-Modus umschalten. Und das ist die Besonderheit von G-Force: Agenten mit Biss, denn eine 3D-Brille liegt der Spieleverpackung bei. Natürlich könnt ihr auch ohne 3D spielen, aber euch entgeht dabei so manches. Das Spielerlebnis wird einfach packender, wenn ihr den 3D-Modus nutzt und nicht nur einmal habt ihr das Gefühl, die Hauptcharaktere stünden fast in eurem Zimmer. Und das sind genauer gesagt das Meerschweinchen Darwin und die Stubenfliege Mooch. Zwar spielen auch Blaster, Hurley, Juarez und Speckles eine Rolle, sie sind jedoch nicht steuerbar und versorgen euch lediglich mit wichtigen Informationen. So ist z.B. Blaster der Waffenexperte des Teams, Juarez übernimmt die Navigation und Speckles ist ein wahrer Technik-Experte. Darwin ist der Kapitän des Teams und Mooch übernimmt die Luftaufklärung und Zeitverlangsamung, ihr könnt beliebig zwischen den beiden umschalten, um den Aufgaben passend zu begegnen.

Praktischerweise erwartet euch zu Beginn des Spiels ein Tutorial, in dem ihr mit der Steuerung vertraut gemacht werdet, denn die zahlreichen einzelnen Missionen verlangen euch alles ab. Kaum seid ihr in eurem Zeilgebiet angekommen, erwarten euch auch schon die ersten Feinde und ihnen werden noch viele folgen. Kurioserweise handelt es sich bei allen Feinden um wildgewordene Haushaltsgeräte wie beispielsweise Waffel- oder Bügeleisen und genau wie die Hauptfiguren Darwin und Mooch verfügen auch sie über spezielle Eigenschaften, die jeweils eine andere Waffe oder Vorgehensweise erforderlich machen. Glücklicherweise ist Darwin mit einem Jetpack ausgestattet, welches ihm erlaubt, auch mal von oben anzugreifen oder nützliche Plattformen zu erreichen. Ausgerüstet ist er mit mächtigen Waffen wie Plasma- oder Laserkanonen und falls ihm mal danach ist, sich in den Nahkampf zu begeben, kann er auf seine verlässliche Elektropeitsche zurückgreifen. Auch Störsender, Scanner und viele weitere nützliche Dinge gehören zu seinem Arsenal. Und falls er sich mal nicht zu helfen weiss, steht im Mooch hilfreich zur Seite und erledigt die für ihn unlösbaren Aufgaben.

Für manches ist Darwin nämlich zu groß oder ihm fehlen die passenden Waffen oder Fähigkeiten. Und so sendet ihr Mooch aus, um Türen zu öffnen oder für Darwin unerreichbare Chipkarten zu stehlen. Auch im Öffnen von Türen ist Mooch fast unschlagbar, besonders hilfreich ist es hierbei, dass die findige Stubenfliege die Zeit verlangsamen kann, um so beispielsweise durch einen sich drehenden Ventilator zu fliegen. Fähigkeiten und Waffen werden in einem Getränkeautomaten modifiziert, den Darwin sozusagen als Shop nutzen kann. Für Modifikationen oder das Einkaufen von Gesundheit oder neuer Waffen benötigt ihr allerdings Computerchips, die von besiegten Gegnern fallen gelassen werden. Zudem sind in jedem Level Daten-CDs versteckt, die ihr ebenfalls am Getränkeautomaten einsetzen könnt. Hier lassen sich auch neue Gebietskarten kaufen, die die einzelnen Bereiche des Einsatzgebietes zeigen oder ihr tauscht sie gegen Verbesserungen für Mooch ein. Es ist ratsam, diesen Automaten oft zu nutzen, um wirklich alles vom Gameplay mitzukriegen.

Denn es geht in G-Force: Agenten mit Biss nicht nur darum, sich durch Massen von feindlichen Wasserkochern, Kaffeemaschinen oder anderen Geräten zu kämpfen, auch Rätsel warten darauf, von euch gelöst zu werden. Diese setzen den geschickten Einsatz von Darwin und Mooch voraus, sind aber immer schaffbar und zudem habt ihr die Möglichkeit, in drei Schwierigkeitsstufen zu spielen, wobei euch leicht, normal und schwer zur Verfügung stehen. Diese unterscheiden sich z.B. durch die Anzahl der verfügbaren Leben oder die Art der Hinweise, die ihr über euer HUD von euren Teamkameraden bekommt. Zusätzlich wird der Spielablauf durch Schleich- und Kletterpassagen, Sprints, Rennen und Bosskämpfe aufgelockert, die dafür sorgen, dass gewiss keine Langeweile aufkommt. Positiv hierbei ist die frei justierbare Kamera, die auf Wunsch auch fest positioniert werden kann. So sollte eigentlich nie der Fall eintreten, dass etwas wegen Unübersichtlichkeit nicht gemeistert werden kann. Besonders schön ist natürlich der bereits erwähnte 3D-Modus, aber auch im normalen Modus macht das Spiel Spaß und bietet gute Unterhaltung. Auf einen Online-Modus wurde jedoch leider verzichtet, über Xbox Live könnt ihr lediglich verschiedene Erfolge freischalten.

Tja, was lässt sich über die Grafik sagen? In beidem Modi ist sie durchaus passend, auch wenn man bei G-Force: Agenten mit Biss kein Grafikhighlight erwarten darf. Die einzelnen Level bzw. Gebiete sind etwas detailarm geraten und präsentieren sich von daher eher trist, auch wenn einzelne Objekte die Umgebung durchaus auflockern, wie z.B. ein dahingerafftes menschliches SWAT-Team. Überzeugen können die Animationen von Darwin und Mooch, so rennt unser heldenhaftes Meerschweinchen speziestypisch längere Strecken auf allen vier Beinen oder lässt seine pelzigen Ohren schlackern. Und Mooch fliegt stubenfliegengleich durch die Gegend, die Bewegungen wirken also realistisch. Auch die zahlreichen Gegner können überzeugen und ihr erkennt gut, was ihr gerade bekämpft. Auch wenn der 3D-Modus sicherlich eine innovative Idee ist, kann er vielleicht nicht jeden überzeugen. Der eine ist hochzufrieden damit und redet von einem völlig neuen Spiele-Erlebnis, bei dem man das Gefühl hat mittendrin statt nur dabei zu sein; andere wiederum bekommen nach kurzer Zeit Augen- oder Kopfschmerzen durch den 3D-Effekt und spielen lieber ganz normal. Wie es damit bei euch aussieht, solltet ihr selber austesten, der Modus lässt sich jederzeit umstellen.

Dank des Tutorials dürftet ihr mit der Steuerung ziemlich schnell zurecht kommen, sie ist recht eingängig und geht euch spätestens nach den ersten Missionen in Fleisch und Blut über. So steht der Erfüllung der Missionen nichts mehr im Wege, zumal der Spielablauf sehr linear gehalten ist. Solltet ihr trotzdem mal auf dem Schlauch stehen und nicht wissen wie es weitergeht, könnt ihr euch durch einen simplen Tastendruck jederzeit Hilfe holen.
Akkustisch erwartet euch einiges, so wurden die Originalstimmen aus dem Film „G-Force - Agenten mit Biss“: Sam Rockwell, Jon Favreau und Bill Nighy verwendet, die nicht nur gute Synchronisationsarbeit geleistet haben, sondern auch für den ein oder anderen Lacher sorgen. Der Hintergrundsound und die Effekte passen gut zum Spiel und wurden ebenfalls an das Filmvorbild angelehnt, was durchaus positiv ist.

Fazit:
Solltet ihr ein Fan von Meerschweinchen sein, ist G-Force: Agenten mit Biss sowieso ein Must Have für euch. Auch Fans des Films werden wohl dafür sorgen, dass dieses Spiel nicht in der Sammlung fehlt. Aber auch alle anderen können hier getrost zugreifen, denn die witzige Spielidee mit den liebenswerten Charakteren und dem abwechslungsreichen Gameplay kann durchaus begeistern. Innovativ ist zudem die Idee mit dem 3D-Modus, hier muss jeder für sich feststellen, ob ihm das gefällt oder nicht. Ob nun mit oder ohne 3D ist die Grafik passend, wenn auch teilweise trist, die Steuerung geht leicht von der Hand und der Sound ist passend. Leider gibt es keinerlei Online-Modi, wodurch die Motivation zum mehrmaligen Durchspielen stark geschmälert wird. Geübte Spieler dürften das Spiel zudem recht schnell durchgespielt haben, auch auf dem schweren Schwierigkeitsgrad. Dennoch sollte man sich dadurch nicht abschrecken lassen, ich hebe jedenfalls gern den Daumen hoch. :)

  • Releasedatum: Donnerstag, 08 Oktober 2009
  • Genre: Action-Adventure
  • Altersfreigabe: USK: 12 / PEGI: 7+
  • Plattform(en): Xbox 360, NDS, Wii, PC, PS2, PS3, PSP
  • Sprache(n): Deutsch, Italienisch
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