Bewertung:  / 0
SchwachSuper 
Erstellt am 15. Januar 2013 Geschrieben von Sven Wagener Kategorie: Xbox 360
Veröffentlicht am 15. Januar 2013
Drucken

Früher gehörte zum gemütlichen Abend in der Stammkneipe neben einigen Runden Dart auch die Belagerung des Billardtisches, der dort vorhanden war. Heute kann man sich diesen Weg nun sparen, denn Mastertronic bringt mit Pool Nation eine Billardsimulation auf die Konsole. Ob das Spaß machen kann, oder ob man den Titel lieber schnell in einem der Löcher auf einem Billardtisch versenken sollte?

Pool Nation ist eine reine Billard-Simulation und versucht erst gar nicht, mit irrwitzigen Spielmodi aufzutrumpfen. Neben dem Herausforderungsmodus stehen noch die klassischen 8- und 9-Ball-Varianten dieser Sportart auf dem Programm, mehr aber auch nicht. Dies ist jedoch nicht schlimm, denn man hat sich lieber darauf konzentriert, den Billard-Sport gut auf die Konsole zu portieren.
Und schon nach wenigen Spielminuten merkt man, dass dies recht gut gelungen ist. Die Physik der Kugeln ist sehr gelungen und erscheint sehr realistisch. Mit einiger Übung sind auch reinste Trickstöße möglich, die man natürlich auch auf einem richtigen Billardtisch schaffen könnte.



Vorteil gegenüber dem Spielen an einem richtigen Tisch ist, dass man in Pool Nation eine kleine Hilfslinie eingeblendet bekommt, in welche Richtung der Stoss gehen wird. Dadurch ist es wesentlich leichter, die entsprechende Kugel vom Tisch in eines der Löcher zu spielen, als wenn man dies mit einem echten Queue machen müsste. Natürlich wird das Spiel hierdurch auch leichter, da Fehlstösse nur dann vorkommen, wenn man z.B. mehrere andere Kugeln umgehen muss.

Gespielt wird in unterschiedlichen Lounges. Leider hat man hierbei vergessen, dass gerade bei Turnieren im echten Billard teils komplette Hallen gefüllt werden. In den Lounges ist jedoch gar nichts los, kein Publikum, keine Billardspieler etc.. Das ist ein wenig schade, denn hierdurch wirkt das Spiel recht schnell trist, auch wenn es in erster Linie um das geht, was sich auf dem Tisch abspielt. Gespielt werden darf übrigens mit bis zu zwei Spielern an einer Konsole oder online, wer alleine unterwegs ist, kann in Turnieren gegen unterschiedlich starke KI-Gegner antreten.
Diese machen ihre Sache recht ordentlich, vor jedem Match wird bekanntgegeben, welche Punktzahl usw. erreicht werden muß, wenn man als Sieger vom Tisch gehen will. Die Regeln des Spiels sind hierbei die, die auch im echten Billardsport gelten.

Optisch kann sich das Spiel sehen lassen, zumindest wenn man es nur auf den Tisch und die Kugeln reduziert. Die tristen Spielstätten hatte ich ja bereits erwähnt. Der Sound bietet natürlich auch nicht gerade viel, dafür sind die Billardgeräusche gut implementiert worden. Die Hintergrundmusik nervt jedoch sehr schnell, diese kann aber ausgeschaltet werden. Die Steuerung ist dank der Hilfslinien sehr simpel, auch Nicht-Billardspieler sollten nach wenigen Stößen damit zurecht kommen.